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Panorama

Ausblicke in die evangelische Landschaft

Foto: APK, Ev. Kirchenverband Köln und Region

Breiter kirchlicher Protest gegen AfD-Parteitag

Nachdem die Kölner Kirchen sich am 22. April in Köln unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ an den Protesten gegen den AfD-Parteitag beteiligt hatte, rief der Vorsitzende des AfD-Landesverbandes Niedersachsen, Armin Paul Hampel, zum Kirchenaustritt auf: „In dem Verein sollte keiner von uns mehr Mitglied sein, das sollten wir durch unseren Austritt dokumentieren“. Der Kölner Stadtsuperintendent Rolf Domning wies die Kritik zurück: Man habe mit dem Protest bewusst ein Zeichen für christliche Werte gesetzt. An dem Protest hatten sich die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) engagierten Gemeinden beteiligt.

EKD verteidigt Kirchenasyl

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die Gewährung von Kirchenasyl verteidigt. Anlass waren Ermittlungen von Behörden in Bayern gegen mehrere Pfarrer/innen, die Kirchenasyl gewähren. Das Kirchenasyl stelle das staatliche Gewaltmonopol nicht in Frage, sondern werde „im Einklang mit den verfassungsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Bindungen der evangelischen und katholischen Kirche gewährt", sagte der Bevollmächtigte des Rates der EKD in Berlin, Martin Dutzmann. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm bezeichnete juristische Ermittlungen gegen Pfarrer, die Kirchenasyl gewähren, auf seiner Facebook-Seite als „unverhältnismäßig. Die Zahl von derzeit 57 Kirchenasylen in Bayern zeige, dass die Gemeinden sehr verantwortungsvoll mit diesem Instrument umgingen.

Aus den Evangelischen Akademien

Gesellschaft im Aufbruch

„Im Aufbruch. Reformation 1517–1617“ ist das Thema einer Ausstellung, zu der die Evangelische Akademie Abt Jerusalem in Braunschweig an drei Standorte einlädt. Globalisierung, Medienrevolution, soziale Netzwerke, Mitbestimmung sind Schlagworte, die nicht nur das 21. Jahrhundert prägen. Die Ausstellung geht vom 7. Mai bis 19. November der Frage nach, warum die reformatorischen Ideen gerade damals auf fruchtbaren Boden fielen, wie sie die mittelalterliche Kirche und Gesellschaft erschütterten und politische Entscheidungen provozierten.

www.abt-jerusalem-akademie.de 

Auf dem Weg zu ethischer Mode

Ein Thema im Rahmen von G 20 greift die Evangelische Akademie der Nordkirche am 22. Mai bei einer Podiumsdiskussion auf. Im Gemeindesaal der Hauptkirche St. Petri geht es von 19–21.30 Uhr um faire Textilproduktion unter dem Motto „Auf dem Weg zu ethischer Mode“. In Südostasien, aber auch in Osteuropa, sind überlange Arbeitstage ebenso üblich wie Löhne, die bisweilen nur ein Drittel des Existenzlohns betragen. Es diskutieren: Anannya Batharachariee, Gesellschaft für Arbeit und Entwicklung, Delhi, Indien; Sara Lincoln, Brot für die Welt, Berlin; Dr. Johannes Merck, Leiter Corporate Responsibility, Otto Group Hamburg.

www.akademie-nordkirche.de

Ökologische Theologie im Fokus

Das Thema des Reformationsjubiläums greift die Evangelische Akademie Hofgeismar auf. In einer Tagung vom 12.–14. Juni unter dem Motto „Eine grüne Reformation!?“ geht es um „Aufbrüche ökologischer Theologie in der planetarischen Krise“. Die mit Theologen aus aller Welt besetzten Podien behandeln zentrale Schöpfungs- und Umweltthemen genauso wie das Verhältnis von Mensch, Natur und Gott. Einen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens gestaltet der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit.

www.akademie-hofgeismar.de

Russland und Europa

„Was bedeutet uns Russland?“ Diese Frage steht am Beginn einer internationalen Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. –16. Juni. Internationale Experten befassen sich mit dem „europäischen Deutungszwist über Putins Außenpolitik“. Seit dem Ende des Kalten Krieges waren die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland noch nie so angespannt und belastet wie heute. Diese Tagung hat zum Ziel, die „Topografie“ der europäischen Russland-Debatten auszuloten. Wie nimmt Moskau Einfluss auf Europa? Was bedeutet Russland für die Europäer?, das sind nur zwei der Fragen, die behandelt werden.

www.loccum.de

Aus den Evang. Studierendengemeinden

ESG und Studierende beim DEKT

Das „Zentrum Studierende“ ist auf dem Kirchentag in Berlin wieder an zwei Orten präsent: In der Golgathakirche, Borsigstr. 6, Mitte (424 | C7) neben den Räumen der ESG und des Theologischen Konvikts Borsigstr. 5 und an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität,Burgstr. 26, Mitte (478 | a4). Außerdem auch wieder auf der Messe: der Stand des Verbands der Ev. Studierendengemeinden in Deutschland (ESG) beim Markt der Möglichkeiten im Themenbereich 1.1–J16.

Programm Golgathakirche

Do–Sa 08.30–08.45 Morgengebet

Do 18.00–18.30 Balken und Splitter. Musikgottesdienst für klare Ohrenblicke

Do 20.30–22.00 Konzert: University meets Nina Hagen. Gospel, Lieder und Gespräche.

Fr 18.00–19.00 Gottesdienst: Erkämpfter Segen

Fr 20.00–21.30 Podium: Wie viel Religion verträgt der Staat? (Theologisches Konvikt, Borsigstr. 5)

Sa 16.00–17.30 Film: Mit Jesus auf die Barrikaden – Christ*innen in der 1968er-Revolte

Sa 18.00–19.00 Filmgottesdienst: Sie stößt die Mächtigen vom Thron

Sa 20.00–22.00 Film: Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Do-Sa 23.00–23.15 Nachtgebet

 

Programm Theologische Fakultät

Do–Sa 11.00–16.00

Ausstellung: Hiwarat: Religion und Migration im Dialog.

Ausstellung: Theologie als Wissenschaft (Theologische Fakultät)

Offenes Café (Theologische Fakultät)

Do 11.00–12.00 / 14.00–15.00 / 16.00–17.00 Führung Reformationsgedenken:

Auf den Spuren der Reformation in Berlins alter Mitte.

Do 18.30–20.30 Podium: Theologie nach der Diktatur.

Sa 14.00–14.30 Theologie im Pfarramt

Sa 14.30–15.30 Workshop: Ein Segen sein. Übung zu Fragen: Warum und wie segnen wir?

Sa 16.00–18.00 Podium: Nachhaltige Entwicklung und die Kirchen in Südafrika.

Foto: Matthew Bowden, stock xchng

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