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Schwerpunktthema "Weltmächte"

Foto: Pixabay, CC0

Editorial, Mai 2017

Liebe Leserin, lieber Leser!

DU SIEHST MICH – so lautet die Losung des Evangelischen Kirchentages 2017. Ab 24. Mai werden wieder U-Bahn-Stationen mit singenden Menschen geflutet und Polit-Prominenz gibt sich die Klinke in die Hand. Da dürfen die aspekte und die Ev. Akademikerschaft natürlich nicht weit sein: Besuchen Sie unseren Stand auf dem Markt der Möglichkeiten! Sie finden uns im Themenbereich Bildung und Verantwortung.
Sehen wir uns? Sie können uns quasi nicht verfehlen, wenn Sie in der Messe Berlin einen beliebigen Helfer ganz unverblümt, direkt und schlicht nach Standnummer 1.2-G13 fragen

DU SIEHST MICH, heißt das auch: DU ÜBST MACHT ÜBER MICH AUS? In unserem Schwerpunkt ab Seite 5 fragen wir nach Machtkonstellationen, versinkenden oder im Aufstieg befindlichen Mächten.

- Wer oder was heutzutage als Weltmacht anzusprechen ist, lässt sich gar nicht einfach ausmachen, schreibt Rolf Mützenich. In einer nonpolaren Welt sind Tendenzen hin zu einer globalen Machtdiffusion zu beobachten, Ende offen. Doch altbekannte Global Player mischen weiter offensiv mit. Oder versuchen das zumindest mit allen Kräften.

- Wer den Markt beherrscht, genau „sieht“ und kennt, der hat das Zeug, zur Wirtschaftsmacht zu werden: Über die Herrschaftsmacht des Finanzkapitals berichtet der Wirtschaftswissenschaftler und frühere Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft (iaw) Rudolf Hickel.

- Was früher Ölkonzerne oder Pharma-Riesen waren, sind heute die großen Tech-Konzerne. Apple, Amazon, Alphabet, unter den weltweit wertvollsten börsennotierten Unternehmen sind auffallend viele Technologie-Giganten des Silicon Valley. Kai Schlieter, Journalist von taz und Berliner Zeitung, wirft einen Blick hinter die Kulissen und setzt damit unseren Heftschwerpunkt von Ausgabe 2/2016 rund um „Big Data“ fort.

Wir finden, es macht einen besonderen Charme der evangelischen aspekte aus, dass hier Autoren aller Couleur aufeinander treffen, aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten, Provenienzen und Professionen. So kommt es, dass Ministerpräsidenten mit ihren Beiträgen (wie im letzten Heft 1/2017) neben Hochschulpfarrern oder Internetaktivisten zu stehen kommen, und Bundesminister neben „einfachen“ ea-Mitgliedern. Bürger trifft Politik, Wissenschaft die Zivilgesellschaft – das ist genau der Austausch, wie er intendiert und typisch ist für die Evangelische Akademikerschaft. So gesehen, veranstalten wir eigentlich in jeder Ausgabe einen kleinen Kirchentag bei uns im Heft

Es grüßt Sie aus der Redaktion

Manfred Schütz

Evangelische Akademikerschaft in Deutschland
Friedrichstraße 21, 71665 Vaihingen/Enz