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	<title>Erschienen in: &#8211; evangelische aspekte</title>
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	<description>Die evangelische Zeitschrift im Internet</description>
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	<title>Erschienen in: &#8211; evangelische aspekte</title>
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		<title>Verkündigung an ungewöhnlichen Orten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Lang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2022 17:43:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erschienen in:]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Pfarrer]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaubsseelsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[In gelöster Urlaubsatmosphäre kann die Kirche auch Menschen erreichen, die zu Hause im Alltag kaum noch eine Verbindung zur Kirchengemeinde haben. Dafür machen sich Pfarrerinnen und Pfarrer Jahr für Jahr auf ans Meer und in die Berge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="perfect-pullquote vcard pullquote-align-full pullquote-border-placement-left"><blockquote><p>In gelöster Urlaubsatmosphäre kann die Kirche auch Menschen erreichen, die zu Hause im Alltag kaum noch eine Verbindung zur Kirchengemeinde haben. Dafür machen sich Pfarrerinnen und Pfarrer Jahr für Jahr auf ans Meer und in die Berge.</p></blockquote></div>
<p>Wer bekommt bei solchen Ankündigungen nicht Lust, mitzumachen: „Bei Alphornklängen den Sonnenuntergang bestaunen, einen Impuls zum Nachdenken bekommen, ein Abendlied singen und gestärkt den Tag ausklingen lassen“. Die Einladung zur Sonnenuntergangsandacht beim Campingplatz am Hopfensee sollte Feriengäste Lust machen, einen Gottesdienst zu besuchen, egal ob sie der Kirche nahe oder fern sind. Verantwortlich für solche Angebote in der Ferienregion im Allgäu ist die evangelische Urlauberseelsorge in Pfronten, die von Pfarrer Jörn Foth geleitet wird.</p>
<h2>In der freien Natur Gott nahe sein</h2>
<p>Die Verkündigung an ungewöhnlichen Orten gehört zu den Leidenschaften des Theologen. Regelmäßig lädt er zum Beispiel zu Berggottesdiensten ein. Sein Amt in Pfronten im Allgäu als Urlaubsseelsorger hat Foth schon 2016 angetreten, als er aus seiner Wahlheimat Brasilien mit seiner Familie nach Deutschland zurückkehrte. Da der gebürtige Kemptener, der auch in den USA tätig war, mehrere Sprachen spricht, scheint er wie geschaffen zu sein für die Gästebetreuung.</p>
<p>Der evangelische Pfarrer in der Kirchengemeinde Pfronten, der auch für die Arbeit mit Urlaubern, Touristen und Kurgästen in der Region „Königswinkel“ zuständig ist, bekennt als gebürtiger Allgäuer seine Liebe zur Natur. Das will er auch den Feriengästen vermitteln: „Immer wieder spüre ich, dass ich mich draußen im Freien und in der Bewegung Gott sehr nahe fühle. Schönheit und Weite, aber auch Abenteuer und Freiheit gehören für mich zum Glauben dazu“, bekennt Foth mit großer Leidenschaft. Man merkt dies, wenn man mit ihm spricht: „Mit viel Freude versuche ich in meiner Arbeit davon etwas spürbar zu machen“, fügt er hinzu.</p>
<h2>Taufen im Meer und spirituelle Wanderungen</h2>
<p>Foth ist ein Beispiel dafür, wie in den Landeskirchen die Verkündigung in den Ferien organisiert und gehandhabt wird. Auch in schwierigen Zeiten versucht die evangelische Kirche in Ferienregionen präsent zu sein. So hat die Urlauberseelsorge entlang der niedersächsischen Nordseeküste zwischen Ems und Elbe wegen der Corona-Pandemie ungewöhnliche Wege eingeschlagen mit mobilen Einsätzen statt mit Kirchenzelten.</p>
<p>Urlauberpastorin Antje Wachtmann weiß, dass die Menschen ihre Sorgen und Probleme mit in den Urlaub nehmen. Da sei es wichtig, wenn jemand da ist und Zeit mitbringt, um einfach zuzuhören. „Zwei Taufen im Meer im Familiengottesdienst waren das Highlight der Zeit“, schreibt ein Urlauberseelsorger über seine Zeit auf einer ostfriesischen Insel. Spirituelle Spaziergänge, Gäste-Trauungen, unterschiedliche Gottesdienstformate drinnen und draußen, Zeit im Kirchenstrandkorb, Gutenachtgeschichten, Strandtaufen, Fotoworkshops, Vortragsabende zu vielfältigen Themen und noch viel mehr haben Urlauberseelsorgerinnen und -seelsorger in den Orten auf den Inseln und an der Küste angeboten, heißt es auf der Homepage der Landeskirche Hannover. „Urlauberseelsorge ist nicht nur Arbeit &#8211; es ist Mee(h)r“, lautet das Fazit der Arbeit.</p>
<h2>Mit dem Talar im Gepäck</h2>
<p>Während für die Urlausseelsorge in Deutschland die Landeskirchen zuständig sind, verantwortet die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Seelsorge an Urlaubsorten im Ausland. Auch im Sommer 2022 sind wieder rund 140 Pfarrerinnen und Pfarrer aus Deutschland mit ihrem Talar im Gepäck in die Ferne gereist. An Einsatzorten in rund zehn europäischen Ländern verstehen sie sich als Ansprechpersonen für die erholungssuchenden Menschen, sei es am Strand oder in den Bergen.</p>
<p>In einigen Ländern gibt es deutschsprachige evangelische Kirchengemeinden, wie in Griechenland oder Ungarn, oder auch ständige Tourismuspfarrämter, wie in Spanien an der Costa del Sol, die das ganze Jahr über Gäste einladen. Auch die evangelisch-lutherische Landeskirche Sachsens hat sich wieder beteiligt. Ein aktiver Pfarrer aus Plauen startete mit Ferienbeginn für rund drei Wochen in Richtung italienische Adriaküste zur Camping-Kirche nach Cavallino-Lido und ein Pfarrer aus Leipzig begab sich in den Norden, auf die dänische Insel Rømø. Ein Pfarrer aus Treuen hielt sich in Fogarasch in Siebenbürgen (Rumänien) auf. Die Urlauberseelsorger bieten wöchentliche Gottesdienste und zusätzliche Veranstaltungen wie Gesprächsabende oder Bibelarbeiten an.</p>
<p>Für die evangelische Kirche ist dieser Dienst an den Urlaubsorten eine Möglichkeit ihren Mitgliedern zur Seite zu stehen. Zudem können nach Ansicht der Kirchenleitung Menschen erreicht werden, die sich der Kirche entfremdet haben. In Schleswig-Holstein zum Beispiel besuchen jedes Jahr über 73.000 Menschen 1.600 Veranstaltungen der Kirche am Urlaubsort. An den Urlaubsorten am Gardasee in Italien kommen in den Monaten Juni bis September mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher zu den deutschsprachigen Gottesdiensten.</p>
<h2>Aussteigen aus der Tretmühle des Alltags</h2>
<p>Besonderen Wert auf vielfältige Angebote für Besucherinnen und Besucher legt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, da der Süden Deutschlands eine beliebte Ferienregion ist für Gäste aus dem In- und Ausland. Ein breites Spektrum wird geboten: Berggottesdienste, Kirche im Grünen, Offene Kirche, Kirchenmusik, Pilgern, Motorradfahren, Radwege-Kirchen, Kur- und Urlauberseelsorge. Mehr als 800 registrierte Gottesdienste unter freiem Himmel gibt es in Bayern: vom Kurpark über den See bis hin zum Berg.</p>
<p>Zur Erläuterung heißt es: „Herausgenommen aus der Tretmühle des Alltags sind viele Menschen im Urlaub offener für die Frage nach dem Sinn ihres Lebens. So will jeder zweite Deutsche im Urlaub einen Gottesdienst am Urlaubsort besuchen, jeder fünfte will neue spirituelle Erfahrungen machen und zwölf Prozent wollen Gott und den Glauben neu erfahren.“</p>
<p>Eine eigene Zeitschrift gibt es in Bayern sogar: „Grüss Gott“ heißt das Magazin der Evangelischen Kirche für Kur und Urlaub; es erscheint einmal jährlich. In dem Heft werden besondere Orte der Entschleunigung in Bayern vorgestellt, es gibt Reportagen zu Sehenswürdigkeiten und Tipps für Veranstaltungen oder schöne Kirchen. Das Magazin wird herausgegeben im Auftrag des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenrats vom Arbeitskreis für Freizeit und Erholung in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Weitere Infos gibt es unter <a href="http://www.kirche-tourismus-bayern.de" target="_blank" rel="noopener"><em>www.kirche-tourismus-bayern.de</em></a>.</p>
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		<title>Generationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heike Schmidt-Langer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2022 10:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erschienen in:]]></category>
		<category><![CDATA[evangelische aspekte, 32. Jahrgang, Heft 1, Februar 2022]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Generationen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gräben zwischen den Generationen scheinen immer tiefer zu werden. Die Lebenswelten driften auseinander und alte Generationenbilder gelten nicht mehr. Klima- und Corona-Krise zeigen zugleich mit neuer Intensität, wie sehr jüngere und ältere Menschen aufeinander angewiesen sind. Brauchen wir eine Aktualisierung des Generationenvertrags, der Rechte und Pflichten neu verteilt? Oder wie kann Solidarität zwischen den Generationen neu wachsen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p>
<p>mit der aktuell jüngsten Generation der bis 10-Jährigen, der Generation Alpha, geht das Alphabet von vorne los, diesmal auf Griechisch. Mit der Nachkriegsgeneration, den Baby-Boomern, den Generationen X (40–54-Jährige), Y (25–39-Jährige) und Z waren wir am Ende des ABC angelangt. Über die Einteilung der Generationen und deren Sinnhaftigkeit kann man streiten. Klar ist: Innerhalb einer Generation gibt es durchaus größere Unterschiede, die sogenannte Intragenerationvarianz. Und doch lassen sich Merkmale und Werte feststellen, durch die sich verschiedene Generationen unterscheiden: Menschen einer Generation haben zum etwa selben Zeitpunkt innerhalb ihrer Entwicklung Ähnliches erlebt, so wie die Generation X zum Beispiel durch die Wirtschaftskrise und die aufkommende Scheidungsrate geprägt wurde, die Generation Y (die sogenannten <em>Millenials</em>), durch aufkommende Digitalisierung und Globalisierung.</p>
<p>Die Pandemie hat die Generationengrenzen besonders sichtbar gemacht: Die älteren Generationen wurden als Risikogruppe ausgerufen und sollte sich separieren. Sie wurden bei der Impfung als erstes berücksichtigt, erst jüngst kamen die Empfehlung und der Impfstoff für die Fünf- bis Zwölfjährigen, und für die Kleinsten gibt es derzeit noch keinerlei Schutz. Es werden Gräben offenbar, wenn es um Corona-Maßnahmen geht, bei denen die Generationen oft unterschiedlich behandelt und geschützt werden. Die Präsenzpflicht an Schulen wird inzwischen recht offen über wirtschaftliche Interessen begründet. Insgesamt sind die Menschen sich gerade gegenseitig fern. Man separiert sich, öffentliches Leben ist merklich zurückgefahren, sogenannte <em>Tiny Weddings</em> (Hochzeiten im kleinsten Kreis) werden zum Trend erhoben.</p>
<p>Die Generationen sind sehr unterschiedlich „stark besetzt“. Vielen, sehr aktiven Großeltern stehen recht wenige Enkel gegenüber. Darin liegt laut Eckart Hammer auch eine Chance. Das Ungleichgewicht der Generationen wirft aber noch mehr Fragen auf. So gewinnen die Älteren politisch an Gewicht, während in der Politik mehr und mehr Zukunftsfragen zu entscheiden sind, also die Angelegenheiten vor allem der Jüngeren. Über Generationengerechtigkeit lesen Sie im Beitrag von Jörg Tremmel. Und was wird eigentlich aus unserer Kirche? Ist sie für die Anforderungen der aktuellen Zeit gerüstet?</p>
<p>Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig zuhören. Die Generationen müssen sich verständigen. Über unterschiedliche Interessen, aber auch über Gemeinsamkeiten. Über Zukunft und Gegenwart. Das Stichwort über die Mehrgenerationensiedlung macht Lust auf diesen Austausch!</p>
<p>Ich hoffe, wir können mit diesem Heft einige intragenerative Diskussionen anstoßen – für eine gute, gemeinsame Zukunft.</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen aus der Redaktion</p>
<p><em>Ihre Heike Schmidt-Langer</em></p>
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		<title>Peter Blickle: Andershimmel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Salzmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2021 16:47:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erschienen in:]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Pietismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Roman von Peter Blickle eröffnet immer wieder neue Räume in denen die/der Leser/in aufgefordert ist, bisherige innere Bilder von Beziehungen zwischen Frau, Mann, Religionen, Welten und Lebensentwürfen zu überprüfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Blickle-Andershimmel.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-5817 alignleft" src="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Blickle-Andershimmel-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" srcset="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Blickle-Andershimmel-190x300.jpg 190w, https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Blickle-Andershimmel.jpg 253w" sizes="(max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a>Kröner Edition Klöpfer, 2021, 320 S., gebunden, 24,00 EUR</strong></p>
<p>Miriam und Johannes – aufgewachsen im oberschwäbischen Sektendorf der 70er Jahre – Mädchen und Junge, Bruder und Schwester, Zwillinge. Beide suchen ihren Weg zwischen der heilsversprechenden Enge der Gemeindegrenzen, dem Leben in Liebe und Strenge unter der Obhut des Herrn und den im angrenzenden Moor verborgenen Freiheiten der sich entziehenden Jugendlichen.</p>
<p>Als Frau bleibt Miriam und richtet sich ein. Johannes flieht 17-jährig in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, verschiebt die Grenzen seines Horizontes: Universitätsprofessur, Beziehungen, Reisen ans Ende der Welt. Das Dorf, die Schwester, die sterbenden Eltern verdrängt er dreißig Jahre aus seinem Leben. Erst ein Hilferuf von Miriam, die sich selbst ins psychiatrische Landeskrankenhaus eingewiesen hat, bewegt ihn zur Rückkehr.</p>
<p>In einer poetisch dichten, mitunter verstörend beklemmenden Sprache läßt Peter Blickle nicht nur den Protagonisten Johannes bei der Zwischenlandung in den Room Number 99, den Religious Reflection Room, eintreten. Vielmehr eröffnet er im Handlungsstrang immer wieder neue Räume in denen die/der Leser/in aufgefordert ist, bisherige innere Bilder von Beziehungen zwischen Frau, Mann, Religionen, Welten und Lebensentwürfen zu überprüfen, zu korrigieren und neu zusammenzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Für die/den ortskundige/n Leser/in wird, neben den sich ähnelnden Lebenswegen von Autor und Protagonist, auch die detailgetreue Nähe des im Buch beschriebenen Sektendorfes zu Blickles Ort des Aufwachsens offensichtlich. Von daher kann das Werk auch als autobiographischer Entwicklungsroman gelesen werden, der zeigt, dass räumliche Distanz nicht unbedingt auch verarbeitete Loslösung bedeutet. Dem Buch hätte bei der kritischen Auseinandersetzung mit der religiösen Gemeinschaft ein facettenreicherer Fokus als der der dominant männlichen Sicht- und Denkweise gut getan. Da wäre eine differenziertere Aufarbeitung möglich gewesen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Die Rezensentin, Jg. 1966, ist aufgewachsen in Wilhelmsdorf.</em></p>
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		<item>
		<title>Teresa Klement: Der 14. Dt. Ev. Kirchentag 1969 und die öffentlich-rechtlichen Rundfunkmedien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maike Axenkopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2020 09:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erschienen in:]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchentag]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Protestantismus]]></category>
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					<description><![CDATA[…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Klemm-Kirchentagjpg.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-5108 alignleft" src="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Klemm-Kirchentagjpg-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" srcset="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Klemm-Kirchentagjpg-204x300.jpg 204w, https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Cover_Klemm-Kirchentagjpg.jpg 407w" sizes="(max-width: 204px) 100vw, 204px" /></a>Edition Ruprecht, 2019, 400 S., geb., 64,00 EUR</strong></p>
<p>Studentenbewegung, „Kein anderes Evangelium“, innenpolitische Aufbruchsstimmung und Politisierung, außenpolitische Annäherung – all dies beeinflusste die Grundstimmung der Zeit, in der der 14. Deutsche Evangelische Kirchentag 1969 stattfand.</p>
<p>Teresa Klement geht mit ihrer Dissertation der Frage nach, wie sich der westdeutsche Protestantismus, begünstigt durch neue Kommunikationsformen und -strukturen (Fernsehen), an den ethischen Debatten der BRD nach 1945 beteiligte. Ihr exemplarischer Forschungsgegenstand ist hierbei der 14. DEKT, wobei auch die Gründung des GEP 1973 Beachtung findet. Insgesamt liegt ihr Fokus auf der protestantisch journalistischen Arbeit und ihrer Medienstrategien. Im Lichte der Ereignisse der Vorjahre und der damit einhergehenden kritischen Auseinandersetzung mit Presse und Berichterstattung sind der Kirchentag 1969 als Forschungsdesiderat und die gewählte Herangehensweise umso interessanter und beleuchten ausführlich einen wichtigen Aspekt des westdeutschen Protestantismus und seiner Performanz.</p>
<p>Als zentral für die Medienarbeit des Kirchentages stellt Klement den Publizistischen Ausschuss sowie den Publizistenempfang heraus, die als Mittler zwischen Kirchentag und Rundfunk dienten. Die Neustrukturierung des Publizistischen Arbeitskreises in den Publizistischen Ausschuss (1964) bezeichnet sie dabei als „Professionalisierung“ in der Mitgestaltung der Medienlandschaft. Zugleich stellt Klement deutlich den Miteinbezug von Laien – Journalisten als theologische Laien auf der einen Seite und protestantische Laien des DEKT auf der anderen Seite – als prägendes Element des Kirchentags heraus.</p>
<p>Als zwei wichtige Thesen formuliert Klement nach Betrachtung des DEKT 1969, dass sich zum einen eine Selbstverständlichkeit in der Nutzung des Fernsehens entwickelt hatte und zum anderen durch die „Eventisierung der Laienversammlung“ eine engere Verständigung zwischen Protestantismus und Gesellschaft ermöglicht wurde.</p>
<p>Doch nicht nur Laien wurden vermehrt einbezogen: Der Kirchentag 1969 machte es sich zur Aufgabe, seine Besucher, wie auch unterschiedliche protestantische Akteure, mehr in die Planung einzubeziehen, diese Arbeit zu professionalisieren und für amtskirchliches Wirken so neue Impulse zu setzen.</p>
<p>Teresa Klement beleuchtet in ihrer Arbeit zahlreiche Aspekte der journalistischen Arbeit des Kirchentages ohne den Lesenden wissenschaftsrhetorisch zu überfordern. Ihr Werk ist interessant, inhaltlich stimmig und lädt zu weitergehenden Forschungsfragen ein.</p>
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		<item>
		<title>Die Neuentdeckung des Waldes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rainer Lang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Aug 2018 13:47:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erschienen in:]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[Als touristische Ziele üben Kraftorte eine starke Anziehungskraft aus, sei es im Schwarzwald oder im österreichischen Mühlviertel. An die Gegenpole zu den Zentren der beschleunigten Welt knüpfen sich viele unterschiedliche Erwartungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="perfect-pullquote vcard pullquote-align-full pullquote-border-placement-left"><blockquote><p>Als touristische Ziele üben Kraftorte eine starke Anziehungskraft aus, sei es im Schwarzwald oder im österreichischen Mühlviertel. An die Gegenpole zu den Zentren der beschleunigten Welt knüpfen sich viele unterschiedliche Erwartungen.</p></blockquote></div>
<p>Nicht nur in den sogenannten Naturreligionen, sondern auch in den Weltreligionen haben Bäume und Wälder eine wichtige religiöse Bedeutung und Ausstrahlung. Ob die Welt-Esche Yggdrasil in der nordischen Mythologie, der Bodhi-Baum im Buddhismus oder der Baum der Erkenntnis im Christentum – die Aufzählung der religiösen Wald-Bezüge lässt sich fortführen. Nicht zufällig hatte deshalb das Evangelische Bildungswerk in Stuttgart den Wald zum Thema einer Veranstaltungsreihe gemacht. In deren Rahmen war der Hospitalhof auch Gastgeber des 7. baden-württembergischen Waldgipfels, zu der die Arbeitsgemeinschaft Wald nicht nur Profis der Waldbewirtschaftung, sondern auch Tourismusexperten, Psychologen und Kulturschaffende eingeladen hatte.</p>
<h2>Geheimnisvolle Wildnis und inszenierte Erlebniswelt</h2>
<p>Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Wald reloaded – die Neuentdeckung des Waldes“. Für den Journalisten und Schriftsteller Arno Frank ist der Wald zum Inbegriff der Heimat geworden. „Wald ist wieder en vogue, das zeigt schon ein Blick auf die Büchertische“, meinte Frank. „Man beginnt, sich den Wald wieder als beseelt vorzustellen. Er ist zum Sehnsuchtsort geworden“, erläuterte der Autor.</p>
<p>Und er zeigte auf, dass dies nicht ohne Widersprüche ist: „Die Menschen wollen den Wald als Wildnis wahrnehmen – wild, tief und geheimnisvoll –, obwohl er bewirtschafteter Raum ist“. Er wird zur Flucht vor der versiegelten Welt genauso wie zum Raum zur Selbstoptimierung mit teuersten technischen Geräten, zum Ort der Entschleunigung und für Meditationskurse, in denen man Achtsamkeit lernen kann. Dies alles spiele den Touristikern in die Hände, befand Frank.</p>
<p>Der Psychologe Ahmed A. Karim ist von den therapeutischen Wirkungen des Waldes überzeugt. Der Professor an der Uniklinik Tübingen arbeitet auf diesem Feld unter anderem mit dem Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) zusammen. Die Tourismusbranche versucht im Zeitalter virtueller Erlebniswelten, den Wald zu inszenieren. Sascha Hotz vom Schwarzwaldtourismus machte deutlich, dass der Wald als Erholungsort immer auch gestaltet werden müsse.</p>
<h2>„Kraftorte“ im Schwarzwald</h2>
<p>Der Wald wird zur Erlebniswelt. Dazu gehören Kraftorte, die als Ausdruck von Spiritualität eine starke Anziehungskraft ausüben. Damit wirbt auch der Schwarzwaldtourismus. 29 solcher besonderen und sagenumwobenen Orte hat die Autorin Birgit-Cathrin Duval erwandert: „Zwischen der Hermann-Hesse-Stadt Calw im Osten und Gengenbach im Westen gibt es allerlei zu entdecken: stille Karseen, malerische Burg- und Klosterruinen, fantastische Ausblicke und vergessene Pfade. In kleinen und kurzweiligen Kapiteln mit schönen Fotostrecken regt Duval zum Aufbruch an jene Orte an, die den Schwarzwald so erfrischend und echt machen – aber entschleunigt, empfindsam, genießerisch, denn die Natur kennt keine Hektik“, heißt es auf der Homepage des Tourismusverbands.</p>
<h2>Legendäres aus dem österreichischen Mühlviertel</h2>
<p>Auch das österreichische Mühlviertel ist voll von solchen Kraftorten. So empfehlen die Hotels im Tourismusverband Traumarena ihren Gästen einen Besuch der Waldkapelle Maria Rast. Ihren Namen hat sie aufgrund einer frommen Legende um einen Stein mit drei schalenförmigen Vertiefungen im Kapellenanbau. Auf der Flucht nach Ägypten soll die Heilige Familie nach langem Weg durch unwirtliche Gegend auf dem Stein gerastet haben. Aus Mitleid sei der Stein weich geworden und dadurch seien Abdrucke der Körper im harten Fels entstanden.</p>
<figure id="attachment_2730" aria-describedby="caption-attachment-2730" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Maria-Rast.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-2730 size-full" src="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Maria-Rast.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Maria-Rast.jpg 1024w, https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Maria-Rast-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2730" class="wp-caption-text">Waldkapelle Maria Rast (Foto: Rainer Lang)</figcaption></figure>
<p>Die Wallfahrtskapelle liegt am Kreuzungspunkt mehrerer Wanderwege. Hier soll schon in vorchristlicher Zeit ein Kultplatz gewesen sein. Von hier aus führt ein gut ausgeschilderter Weg zu einer rund 300 Meter entfernt im Wald gelegenen Quelle. Viele Leute kommen regelmäßig, um das Quellwasser in Gefäße zu füllen und mit nach Hause zu nehmen. Es gilt seit Jahrhunderten als „heiliges Wasser“, das heilsam und gesundheitserhaltend wirkt. Es ranken sich einige Legenden um die Quelle. Eine beschreibt die Heilung einer armen Frau, die sich auf Anraten eines Bauern in das Quellwasser setzte; auch sie wurde gesund. Ein Holzhäuschen wurde über der Quelle errichtet. Die Verehrung des heiligen Wassers ist in der Umgebung lebendig geblieben und erinnert Besucher an die Volksgläubigkeit, die in den Votivbildern zum Ausdruck kommt.</p>
<h2>Orte der Entschleunigung</h2>
<p>Dass eine zunehmende Überforderung der Menschen in der beschleunigten, globalen Welt solche Orte wieder attraktiv werden lassen, ist für den Alexander Doderer nur allzu verständlich. Auch der Geschäftsführer der Werbeagentur „Gruppe drei“ beschreibt den Wald als Heil- und Sehnsuchtsort. Dies passt für ihn in die gesellschaftlichen Strömungen des medialen Zeitalters.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwald-tourismus.info">www.schwarzwald-tourismus.info</a><br />
<a href="http://www.traumarena.at">www.traumarena.at</a></p>
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		<title>Digitalisierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Mar 2018 17:17:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erschienen in:]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Digitalisierung durchzieht längst alle Lebensbereiche. Unsere Autorinnen und Autoren analysieren Chancen und Gefahren und zeigen, wie ein (selbst-)kritischer Umgang mit den digitalen Medien aussehen kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Digitalisierung durchzieht längst alle Lebensbereiche. Unsere Autorinnen und Autoren analysieren Chancen und Gefahren und zeigen, wie ein (selbst-)kritischer Umgang mit den digitalen Medien aussehen kann.</p>
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		<title>Flucht und Migration</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Mar 2018 17:10:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit der Zunahme der Flüchtlingsbewegungen 2015 sind Flucht und Migration gesellschaftliche Dauerthemen. Wir verfolgen die Entwicklungen mit Beiträgen von Beteiligten aus Politik und Flüchtlingsarbeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Zunahme der Flüchtlingsbewegungen 2015 sind Flucht und Migration gesellschaftliche Dauerthemen. Wir verfolgen die Entwicklungen mit Beiträgen von Beteiligten aus Politik und Flüchtlingsarbeit.</p>
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		<title>Theologie plus&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Schütz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2018 14:24:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erschienen in:]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Serie "Theologie plus..." erkundet Berührungspunkte und Begegnungsfelder der Theologie mit anderen Wissenschaften.  Sie versucht „exemplarisch Brückenschläge auf ihre Belastbarkeit hin zu erproben, auf Übereinstimmungen und Differenzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Serie &#8220;Theologie plus&#8230;&#8221; erkundet Berührungspunkte und Begegnungsfelder der Theologie mit anderen Wissenschaften.  Sie versucht „exemplarisch Brückenschläge auf ihre Belastbarkeit hin zu erproben, auf Übereinstimmungen und Differenzen.</p>
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