<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Ganz normale Beziehungen	</title>
	<atom:link href="https://www.evangelische-aspekte.de/ganz-normale-beziehungen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.evangelische-aspekte.de/ganz-normale-beziehungen/</link>
	<description>Die evangelische Zeitschrift im Internet</description>
	<lastBuildDate>Mon, 19 Mar 2018 17:55:28 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>
		Von: Barbara Weichert		</title>
		<link>https://www.evangelische-aspekte.de/ganz-normale-beziehungen/#comment-17</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara Weichert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Mar 2018 16:50:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wordpress.p436630.webspaceconfig.de/?p=349#comment-17</guid>

					<description><![CDATA[JEDE Wissenschaft steht in Gefahr, in der Geschichte genau die Entwicklung zu sehen, die sie für ihre These gerne hätte - und nimmt diese &quot;Funde&quot; (oft nur Interpretationen wie hier) dann als Beleg für ihre Wahrheit. Es ist schon ein bisschen peinlich, wie nonchalant die Autorin die Abkopplung  des Menschen und der Gesellschaft von der Natur als etwas ganz normales und wünschenswertes darstellt - und dabei völlig ignoriert, was ANDERE Wissenschaften etwa über die fatalen Folgen des permanenten Ignorierens des Tag-Nacht-Rhythmus&#039; und anderer natürlicher Gegebenheiten und Rhythmen für den Menschen herausgearbeitet haben. 
Sollte das Ziel der Soziologie eine Gesellschaft sein, in der jede*r &quot;machen kann, was er*sie will&quot; in völliger Freiheit von (Vor-)Gegebenem - gibt der Artikel von Frau Kuchler einen Sinn. Sonst nicht. Sollte die Soziologie aber nicht auch danach fragen, wie denn der angebliche &quot;Wille&quot; einer Gesellschaft zustande kommt? Wer bestimmt denn, was zur jeweiligen Zeit als &quot;normal&quot; gelten darf? Gab es &quot;Herrschaftsethik&quot; nur zu absoluti-stischen Zeiten? Wohl nicht. Wer - mit welchen Mitteln auch immer - an den Schaltstellen von Einfluss und Macht sitzt, bestimmt die Regeln. Das gilt  auch heute. Die &quot;Mehrheit&quot; war es früher nicht und ist es heute auch nicht. Dabei sind die heute Einflussreichen von ihrer eigenen reinen Menschenfreundlichkeit und Güte ungefähr genauso überzeugt, wie es Marie Antoinette noch kurz vor ihrer Hinrichtung war. Einfach blind und taub für andere Sichtweisen! Wer Pegida und AfD NUR in die nationalistische Ecke stellt (wo sie AUCH etliche Wurzeln haben,aber eben NICHT NUR!), kann sich leicht darüber hinwegträumen, dass da eine nicht unbedeutende Anzahl Menschen sich gegen &quot;Normen&quot; wehrt, über die sie nie mitbestimmen durfte; die ihr aufgezwungen werden von Menschen, die dafür sorgen, dass sie in Schulen, Berufen &#038;Wohngebieten unter sich bleiben und sich so (da sie ja keine anderen mehr kennen) einbilden können, ALLE Menschen in diesem Land dächten wie sie, und Andersdenkende könnten eben nur von gestern sein. 
Wer heute eine differenzierte Meinung zu Fragen der Fortpflanzung, der Sexualität und des Lebensendes hat, passt nicht ins Freund-Feind-Schema und wird härter bekämpft als der angebliche Feind - so erlebe ich es immer wieder in Artikeln wie in Diskussionen. Als ich noch studierte, hätte man solche Herangehens-weisen nicht &quot;wissenschaftlich&quot; genannt, sondern &quot;voreingenommen&quot;. Heute spricht man von &quot;Echoraum&quot; - aber den schiebt man auch jeweils nur den &quot;anderen&quot; zu. Man selbst ist ja so herrlich aufgeklärt, dass man eine Zukunft von Supermaschinen, verbunden mit menschlichen Resthirnen auf dem Mars (da die Erde ja als Natur überflüssig geworden ist und eh kaputt) wohl für eine Art wissenschaftliches Paradies hält. 
So wie man es anscheinend für einen gesellschaftlichen Fortschritt hält, dass sich Kriege nicht mehr an Erntezeiten halten müssen, um das Überleben zu sichern - falls das wirklich jemals so war und da nicht wieder die historische Wahrnehmung nur einem rückprojizierten Wunschdenken entspricht, weil es eben so schön ins Bild passen würde... 
Ehe früher bloß zur Reproduktion &#038;Versorgung ist ja wohl ein Witz. Als gäbe es nicht jahrtausende alte Erzählungen über Liebe als Grundlage einer Ehe. Nicht nur, aber auch in der Bibel. Ja, Unfruchtbarkeit wurde als Leid empfunden. Aber nicht als einziger Sinn der Ehe. Das ist eine Unterstellung, die man braucht, um eine Fortschrittslinie ziehen zu können, die so gradlinig eben nicht stimmt.  
Nein danke. So kann man Homosexualität wirklich nicht einordnen und &quot;Ehe für alle&quot; nicht begründen - auch um der Homosexuellen wegen, die ich eben nicht verteufle - um gleich einem Vorurteil wg des Absenders vorzubeugen. Ein bisschen mehr anstrengen sollte sich &quot;die Soziologin&quot; schon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>JEDE Wissenschaft steht in Gefahr, in der Geschichte genau die Entwicklung zu sehen, die sie für ihre These gerne hätte &#8211; und nimmt diese &#8220;Funde&#8221; (oft nur Interpretationen wie hier) dann als Beleg für ihre Wahrheit. Es ist schon ein bisschen peinlich, wie nonchalant die Autorin die Abkopplung  des Menschen und der Gesellschaft von der Natur als etwas ganz normales und wünschenswertes darstellt &#8211; und dabei völlig ignoriert, was ANDERE Wissenschaften etwa über die fatalen Folgen des permanenten Ignorierens des Tag-Nacht-Rhythmus&#8217; und anderer natürlicher Gegebenheiten und Rhythmen für den Menschen herausgearbeitet haben.<br />
Sollte das Ziel der Soziologie eine Gesellschaft sein, in der jede*r &#8220;machen kann, was er*sie will&#8221; in völliger Freiheit von (Vor-)Gegebenem &#8211; gibt der Artikel von Frau Kuchler einen Sinn. Sonst nicht. Sollte die Soziologie aber nicht auch danach fragen, wie denn der angebliche &#8220;Wille&#8221; einer Gesellschaft zustande kommt? Wer bestimmt denn, was zur jeweiligen Zeit als &#8220;normal&#8221; gelten darf? Gab es &#8220;Herrschaftsethik&#8221; nur zu absoluti-stischen Zeiten? Wohl nicht. Wer &#8211; mit welchen Mitteln auch immer &#8211; an den Schaltstellen von Einfluss und Macht sitzt, bestimmt die Regeln. Das gilt  auch heute. Die &#8220;Mehrheit&#8221; war es früher nicht und ist es heute auch nicht. Dabei sind die heute Einflussreichen von ihrer eigenen reinen Menschenfreundlichkeit und Güte ungefähr genauso überzeugt, wie es Marie Antoinette noch kurz vor ihrer Hinrichtung war. Einfach blind und taub für andere Sichtweisen! Wer Pegida und AfD NUR in die nationalistische Ecke stellt (wo sie AUCH etliche Wurzeln haben,aber eben NICHT NUR!), kann sich leicht darüber hinwegträumen, dass da eine nicht unbedeutende Anzahl Menschen sich gegen &#8220;Normen&#8221; wehrt, über die sie nie mitbestimmen durfte; die ihr aufgezwungen werden von Menschen, die dafür sorgen, dass sie in Schulen, Berufen &amp;Wohngebieten unter sich bleiben und sich so (da sie ja keine anderen mehr kennen) einbilden können, ALLE Menschen in diesem Land dächten wie sie, und Andersdenkende könnten eben nur von gestern sein.<br />
Wer heute eine differenzierte Meinung zu Fragen der Fortpflanzung, der Sexualität und des Lebensendes hat, passt nicht ins Freund-Feind-Schema und wird härter bekämpft als der angebliche Feind &#8211; so erlebe ich es immer wieder in Artikeln wie in Diskussionen. Als ich noch studierte, hätte man solche Herangehens-weisen nicht &#8220;wissenschaftlich&#8221; genannt, sondern &#8220;voreingenommen&#8221;. Heute spricht man von &#8220;Echoraum&#8221; &#8211; aber den schiebt man auch jeweils nur den &#8220;anderen&#8221; zu. Man selbst ist ja so herrlich aufgeklärt, dass man eine Zukunft von Supermaschinen, verbunden mit menschlichen Resthirnen auf dem Mars (da die Erde ja als Natur überflüssig geworden ist und eh kaputt) wohl für eine Art wissenschaftliches Paradies hält.<br />
So wie man es anscheinend für einen gesellschaftlichen Fortschritt hält, dass sich Kriege nicht mehr an Erntezeiten halten müssen, um das Überleben zu sichern &#8211; falls das wirklich jemals so war und da nicht wieder die historische Wahrnehmung nur einem rückprojizierten Wunschdenken entspricht, weil es eben so schön ins Bild passen würde&#8230;<br />
Ehe früher bloß zur Reproduktion &amp;Versorgung ist ja wohl ein Witz. Als gäbe es nicht jahrtausende alte Erzählungen über Liebe als Grundlage einer Ehe. Nicht nur, aber auch in der Bibel. Ja, Unfruchtbarkeit wurde als Leid empfunden. Aber nicht als einziger Sinn der Ehe. Das ist eine Unterstellung, die man braucht, um eine Fortschrittslinie ziehen zu können, die so gradlinig eben nicht stimmt.<br />
Nein danke. So kann man Homosexualität wirklich nicht einordnen und &#8220;Ehe für alle&#8221; nicht begründen &#8211; auch um der Homosexuellen wegen, die ich eben nicht verteufle &#8211; um gleich einem Vorurteil wg des Absenders vorzubeugen. Ein bisschen mehr anstrengen sollte sich &#8220;die Soziologin&#8221; schon.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
