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	Kommentare zu: „Und ich werde bleiben im Hause Gottes immerdar“ (Ps 23,6)	</title>
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	<description>Die evangelische Zeitschrift im Internet</description>
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		Von: Winfried Heidemann		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Winfried Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2020 18:59:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Weil die Nazis den schon lange existierenden Heimatbegriff ideologisch aufgeladen und mit der aggressiven Vorstellung einer homogenen Volksgruppe verbunden haben, lehnt die Autorin einen an Raum und Zeit gebundenen Heimatbegriff ab. Stattdessen bietet sie heutigen Menschen, wo „Raum und Zeit durch neue Technologien schrumpfen“ und „sich klare ethnische Zuordnungen und Gepflogenheiten … auflösen“, wie sie zu Recht schreibt, das Gegenbild einer wandernden Nomadenfamilie im dritten Jahrtausend v. Chr. an. Die auf der Suche nach Weideland und Wasser wandernde (und sich unterwegs blutige Gefechte mit dort Ansässigen liefernde) Sippe Abrahams etwa als Vorbild für heutige „Wirtschaftsnomaden“ der kapitalistischen Weltwirtschaft? „Das sei ferne“, würde der Apostel Paulus schreiben. Und auch der Verweis der Autorin auf die Geschichte der nach Babylon deportierten Oberschicht der Israeliten gerät daneben: Dort, „in der Fremde“, wo es ihnen ökonomisch gut ging und sie auch kulturell-religiöse Eigenheiten leben konnten, ersehnten sie die Rückkehr in die „Heimat“ – um allerdings nach glücklicher Rückkehr erst einmal nach heutigem Begriff ethnisch-religiöse Säuberungen durchzuführen. Auch das ist ein Teil der Geschichte, der nicht vergessen werden darf. Auf dem Kirchentag 2007 in Köln hat kein Geringerer als Erhard Eppler in seinem Vortrag „Kulturelle Heimat“ die enge und für ihn beglückende Verbindung von kultureller und sozialer „Beheimatung“ und räumlicher Herkunft dargestellt; in hohem Alter in das Haus seiner Kindheit zurückgekehrt, erinnerte er sich dankbar an die Kraft, die ihm diese Bindung für sein Leben gegeben hat. Eppler steht damit für eine reflexive Aneignung des Heimatbegriffs, die „das Fremde“ keineswegs ausschließt, sich selbst aber nicht von den auch räumlich bestimmten Wurzeln lösen muss.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil die Nazis den schon lange existierenden Heimatbegriff ideologisch aufgeladen und mit der aggressiven Vorstellung einer homogenen Volksgruppe verbunden haben, lehnt die Autorin einen an Raum und Zeit gebundenen Heimatbegriff ab. Stattdessen bietet sie heutigen Menschen, wo „Raum und Zeit durch neue Technologien schrumpfen“ und „sich klare ethnische Zuordnungen und Gepflogenheiten … auflösen“, wie sie zu Recht schreibt, das Gegenbild einer wandernden Nomadenfamilie im dritten Jahrtausend v. Chr. an. Die auf der Suche nach Weideland und Wasser wandernde (und sich unterwegs blutige Gefechte mit dort Ansässigen liefernde) Sippe Abrahams etwa als Vorbild für heutige „Wirtschaftsnomaden“ der kapitalistischen Weltwirtschaft? „Das sei ferne“, würde der Apostel Paulus schreiben. Und auch der Verweis der Autorin auf die Geschichte der nach Babylon deportierten Oberschicht der Israeliten gerät daneben: Dort, „in der Fremde“, wo es ihnen ökonomisch gut ging und sie auch kulturell-religiöse Eigenheiten leben konnten, ersehnten sie die Rückkehr in die „Heimat“ – um allerdings nach glücklicher Rückkehr erst einmal nach heutigem Begriff ethnisch-religiöse Säuberungen durchzuführen. Auch das ist ein Teil der Geschichte, der nicht vergessen werden darf. Auf dem Kirchentag 2007 in Köln hat kein Geringerer als Erhard Eppler in seinem Vortrag „Kulturelle Heimat“ die enge und für ihn beglückende Verbindung von kultureller und sozialer „Beheimatung“ und räumlicher Herkunft dargestellt; in hohem Alter in das Haus seiner Kindheit zurückgekehrt, erinnerte er sich dankbar an die Kraft, die ihm diese Bindung für sein Leben gegeben hat. Eppler steht damit für eine reflexive Aneignung des Heimatbegriffs, die „das Fremde“ keineswegs ausschließt, sich selbst aber nicht von den auch räumlich bestimmten Wurzeln lösen muss.</p>
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