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	<title>Startseite &#8211; evangelische aspekte</title>
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	<description>Die evangelische Zeitschrift im Internet</description>
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	<title>Startseite &#8211; evangelische aspekte</title>
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	<item>
		<title>Lesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Münster]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 09:03:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 36. Jahrgang, Heft 2, Mai 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Selig ist, der das liest“ – vom Bibelvers bis zum Taschenroman begleitet Literatur Menschen seit Jahrtausenden und entfaltet in jeder Generation neu ihre Faszinationskraft. Das Lesen ist nicht nur eine Geistesleistung und Kulturtechnik, sondern bleibt auch nach dem Siegeszug visueller und digitaler Medien unverzichtbar für den zwischenmenschlichen Austausch. Ein Heft über die Lust des Lesens und seine Bedeutung für Glaube und Gesellschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser!</p>
<p>keine andere Kulturtechnik hat das Leben der Menschen so geprägt und verändert wie das Lesen und Schreiben. Ursprünglich ein Privileg der Priester und Beamten, scheint es sich schnell demokratisiert zu haben: Einer der ältesten literarischen Texte stammt aus Mesopotamien, ist ca. 5000 Jahre alt und ist – nein, kein Mysterienspiel, auch keine Laudatio auf den König, sondern eine Schulsatire, in der die Dummheit der Lehrer aufs Korn genommen wird!</p>
<p>Lesen hat etwas Befreiendes, Lesen überwindet alle Grenzen, öffnet den Horizont, hält alte Fragen offen und überrascht mit neuen Antworten. Lesen verändert – wie in der Reformation – ganze Gesellschaften, Lesen bringt zum Nachdenken, zum Lachen, zum Verzweifeln, Lesen ist subversiv und damit gefährlich: „Einer unserer Voreltern“, sagt der Aufklärungsphilosoph Lichtenberg, „muss in einem verbotenen Buche gelesen haben“.</p>
<p>Lesen schenkt uns „Alphabetsverwandte“, Freunde fürs Leben, andererseits: Lesen kann süchtig machen, Bücher sind unpraktisch, kosten Geld und nehmen Platz weg. Und anstatt zu lesen, könnte man viele andere nützliche Dinge tun. Aber, Hand aufs Herz: Wer möchte leben, ohne zu lesen? Frei nach Loriot: Ein Leben ohne Lesen ist möglich, aber sinnlos… Lesen ist lebensnotwendig, ist Lebens-Mittel!</p>
<p>Doch wie wird es weitergehen mit dem Lesen in unserer digitalisierten Welt, angesichts der ausufernden neuen Medien und des Einsatzes künstlicher Intelligenz? Wird das Lesen bald ausgestorben sein, werden wir in Zukunft noch selber lesen oder lieber lesen lassen, werden Podcasts und Videos das abendliche Schmökern in der Sofaecke bald verdrängt haben?</p>
<p>Und was wird das mit uns machen? Wird uns etwas fehlen, wenn das Lesen fehlt? Und was genau? Diesen und ähnlichen Fragen wird in diesem Heft nachgegangen werden. Was auf jeden Fall fehlen würde, wäre die korrektive Funktion von Büchern, die uns ja nicht nur mit den Gedanken anderer Menschen konfrontieren, sondern auch mit unseren eigenen: „Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?“</p>
<p>Ich bin fest davon überzeugt: Das Lesen wird nicht aussterben. Es ist einfach durch nichts zu ersetzen, schon gar nicht durch Künstliche Intelligenz! Welche KI wäre auch imstande, so wunderbare Bosheiten von sich zu geben wie der lesesüchtige Aufklärer Georg Christoph Lichtenberg in seinen Aphorismen (aus denen die Zitate stammen):</p>
<p>„Ein Buch ist ein Spiegel. Wenn ein Affe hineinguckt, kann freilich kein Apostel heraussehen“.</p>
<p>Ich wünsche eine vergnüglich-nachdenkliche Lektüre!</p>
<p><em>Elke Münster</em></p>
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		<title>Demokratie</title>
		<link>https://www.evangelische-aspekte.de/editorial-demokratie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Schütz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 19:36:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 36. Jahrgang, Heft 1, Januar 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie in den USA sind auch in einigen europäischen Ländern, autoritäre Tendenzen auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland sinkt der demokratische Konsens aufgrund rechtsextremer Strömungen. Wie bedroht ist unsere Demokratie und wo finden sich die Kräfte zu ihrer Erneuerung? Und was können die Kirchen zur Verteidigung der Demokratie beitragen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser!</p>
<p>Sie halten ein Dokument der fliegenden Zeit in Händen.<em> Panta rhei</em>, sagten die alten Denker: Alles fließt.</p>
<p>Jetzt ist Zeit, die Demokratie zu verteidigen, ruft uns Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seinem das Heft eröffnenden Beitrag zu. Ein klares Wort; zu einer Zeit, in der sicher gemeinte Gewissheiten sich aufzulösen scheinen. Jeder Staatsbürger, jede Staatsbürgerin ist gefordert, für die freiheitliche Grundordnung einzutreten.</p>
<p>Besondere Zeiten sind es gleichfalls für diese Zeitschrift: Nach mehr als zehn Jahren in der Redaktionsleitung tritt Bertram Salzmann nun einen (kleinen) Schritt zurück, bleibt den »<em>aspekten</em>« dabei aber zum Glück weiterhin erhalten in zahlreichen Funktionen.</p>
<p>Unter seiner Ägide sind 43 Ausgaben mit weit über 800 Beiträgen von über 350 Autorinnen und Autoren erschienen: Themen wie <em>Zivilcourage, </em>Fragen der <em>Naturwissenschaften,</em> <em>Alternatives Wirtschaften </em>oder <em>Kirche und Kunst</em> prangten auf der Titelseite. „Die <em>aspekte</em> sind zurück!“, hieß es schon bald.</p>
<p>Und tatsächlich: Was haben <em>Jan Hofer</em>, langjähriger Chefsprecher der tagesschau, <em>Aleida Assmann </em>und <em>Anne Gidion</em>, die bevollmächtigte Vertreterin der EKD in Parlament und Bundestag, gemeinsam? Sie sind Autorinnen und Autor der <em>evangelischen aspekte</em>. Ließen sich also gewinnen hier zu schreiben. Wie viele andere namhafte Autorinnen und Autoren.</p>
<p>Die vorliegende Ausgabe und die folgenden werden nun also Hefte des Übergangs, fliegender Zeiten, in denen die von Bertram Salzmann grundgelegte Basis und redaktionelle Substanz jedoch gewiss an vielen Stellen sichtbar bleiben und nun viele Früchte tragen wird: Eine Plattform zum Austausch zu sein, ist ein Ziel der »<em>aspekte</em>«. Schon allein das ist zeitweise nicht wenig&#8230;</p>
<p>Demokratie lebt von Beteiligung: Lassen Sie sich mit diesem Heft anregen, Ihre Demokratie-Kondition zu trimmen (Hanna-Lena Neuser, Seite 8), begeben Sie sich zu Orten der Demokratiegeschichte, Seite 40, oder begeben Sie sich mit (und wie) Thorid Schmelter und Karl-Georg Ohse in die aktive Gemeindearbeit vor Ort, Seite 22.</p>
<p>Es grüßt Sie aus der Redaktion</p>
<p><em>Manfred Schütz</em></p>
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		<title>Mensch werden</title>
		<link>https://www.evangelische-aspekte.de/editorial-mensch-werden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Brand]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 16:20:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 35. Jahrgang, Heft 4, November 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Menschlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Menschsein]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Was heißt Mensch werden? Wie ist das Verhältnis von Mensch sein und Mensch werden? Was ist eigentlich menschlich? Die Fragen nach dem Menschlichen, Menschsein und Menschwerden sind nicht neu, aber sie stellen sich gegenwärtig in besonderer Weise.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser!</p>
<p>was heißt Mensch werden? Wie ist das Verhältnis von Mensch sein und Mensch werden? Was ist eigentlich menschlich?</p>
<p>Die Fragen nach dem Menschlichen, Menschsein und Menschwerden sind nicht neu, aber sie stellen sich gegenwärtig in besonderer Weise. Technologische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche, multiple Krisen fordern unser Nachdenken über unser Menschsein und unsere Aufgabe, immer menschlicher zu werden, neu heraus.</p>
<p>Weihnachten, das Fest der Menschwerdung Gottes, steht dabei nicht zufällig im Horizont dieses Themas. In Jesus Christus hat Gott gezeigt, was es bedeutet, Mensch zu sein. „Gott ist Mensch geworden, damit wir unsere Menschlichkeit begreifen.“ Diese Botschaft ist in manchen Weihnachtspredigten zu hören. Doch immer wieder erlebe ich, wie sehr diese Botschaft in Spannung zur Wirklichkeit steht: Der Mensch ist zwar zum Guten bestimmt. Er ist aber auch bereit zum Bösen. Der Mensch ist Mensch und hat zugleich die Aufgabe, immer menschlicher zu werden.</p>
<p>Auch dieses Heft greift diese Spannung auf und nähert sich dem Menschsein und Menschwerden aus theologischen, juristischen und neurobiologischen Perspektiven: Menschsein bedeutet nicht Perfekt-Sein, sondern vielmehr Fragment-Sein. Mit der Endlichkeit leben, heißt auch, mit Brüchen und Abbrüchen zu leben. Gleichzeitig gibt es eine tiefe Sehnsucht nach Heilung und Ganz-Sein und danach, die eigene Endlichkeit zu überwinden.</p>
<p>Wenn es um das Menschsein und Menschwerden geht, geht es auch um die Würde des Menschen und die Frage danach, wie Menschenrechte (auch im digitalen Raum) geschützt werden können.</p>
<p>Menschsein bedeutet zugleich Mitmenschsein und Mitgeschöpfsein. Als Menschen sind wir nicht isoliert, sondern in Beziehung zu anderen, zu unserer Umwelt und zu Gott. Dementsprechend sind auch unsere Selbstbilder abhängig von unseren Welt- und Menschenbildern.</p>
<p>So kommen in all diesen Perspektiven jeweils unterschiedliche Facetten vom Menschsein und Menschwerden zum Vorschein. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken und eine anregende Lektüre!</p>
<p><em>Laura Brand</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Raum</title>
		<link>https://www.evangelische-aspekte.de/editorial_raum/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heike Schmidt-Langer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 07:32:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 35. Jahrgang, Heft 3, August 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengebäude]]></category>
		<category><![CDATA[Raum]]></category>
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					<description><![CDATA[Wohnraum, Weltraum, Kirchenraum – Räume aller Art bestimmen unser Dasein. Sie weisen ins Weite oder schränken uns ein, sind Ort des sozialen Miteinanders oder der Isolation. Wie wir Räume gestalten, sagt viel darüber aus, wer wir sind und was uns wichtig ist. Ihre lebenswerte Ausgestaltung ist deshalb immer auch eine gemeinsame Herausforderung. Ein Heft über Räume als Orte des sozialen „Kitts“, der pluralistischen Lebensentfaltung und der spirituellen Gotteserfahrung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p>
<p>gibt man bei Google „Kirchengebäude“ ein, lautet der erste Suchvorschlag „Kirchengebäude <em>kaufen</em>“. Wussten Sie, dass es eigene Immobilienseiten für Kirchengebäude gibt? Aber auch auf ebay-Kleinanzeigen kann man fündig werden. Es ist Ausverkauf. In ganz Deutschland müssen sich Kirchengemeinden von lieb gewonnenen Räumen trennen, an denen Herzen hängen. Kirchen und Gemeindehäuser verkauft und „umgenutzt“ zu sehen, in denen die eigene Taufe oder Konfirmation gefeiert wurde – das tut weh, da ist Trauerarbeit nötig.</p>
<p>Mancher und manche versucht, dennoch positiv in die Zukunft zu schauen und den Blick darauf zu richten, was aus dieser Situation vielleicht entstehen und neu wachsen kann. Aber Veränderungen brauchen Zeit.</p>
<p>Und dennoch: Nicht selten fehlen jetzt Räume für kirchliches Engagement. Wo Leute sich treffen, eine Gruppe entstehen lassen wollen, braucht es Platz.</p>
<p>Doch manchmal gibt es auch heute noch Wunder. Zum Beispiel in meinem kleinen Dorf, wo die fast 450 Jahre alte Pfarrscheuer derzeit aufwändig saniert wird (Wunder Nr. 1, dass das genehmigt wurde!). Die Scheune ist seit Jahrzehnten baufällig. Jetzt hat man das noch intakte Fachwerk gerettet, das Dach angehoben, das Ganze wird unterkellert und dann wieder aufgebaut, um als neues Gemeindehaus genutzt zu werden. Es sind kleine Räumlichkeiten, berechnet, auch bei uns, für eine kleiner werdende Gemeinde.</p>
<p>Wunder Nr. 2: Das Gemeindehaus meines Dorfes sollte seit 2016 verkauft werden. Aber alle Verkaufsbemühungen gingen ins Leere, niemand war ernsthaft interessiert. Eine sanierungsbedürftige Immobilie im Ortskern, aber eben mit nur eingeschränkter Nutzung, kurz: wirtschaftlich uninteressant. Einer aus der Gemeinde (bzw. seine GbR) kaufte das Haus schließlich – zu einem Preis, den hier keiner mehr zu erhoffen wagte. Ein Vorhaben, das von Anfang an nicht auf Gewinn aus war, sondern den Erhalt der Räumlichkeiten für die Gemeinde bezweckte. Denn die Nutzungsvereinbarung mit der Kirchengemeinde sieht eine mietfreie Nutzung vor, mindestens, bis die Pfarrscheuer bezugsfertig ist. Auch darüber hinaus soll es möglich sein, den Gemeindesaal zu nutzen, wenn die Pfarrscheuer mal aus allen Nähten platzt. Das schafft auch im Kopf Platz für Szenarien jenseits von „die Kirchenmitgliedszahlen schrumpfen“. Und das wünsche ich auch Ihnen und Ihren Kirchengemeinden: Dass das Prinzip Hoffnung siegt. Das ist schließlich eine Kernkompetenz in der Nachfolge Jesu.</p>
<p>Auch wir haben versucht, in den Beiträgen des Hefts dem Thema „Raum“ mit einem positiven Blick zu begegnen – viel Spaß beim Lesen und Entdecken!</p>
<p>Herzlich grüßt</p>
<p><em>Heike Schmidt-Langer</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Albert Schweitzer</title>
		<link>https://www.evangelische-aspekte.de/albert-schweitzer-editorial/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Zager]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2025 11:57:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 35. Jahrgang, Heft 2, Mai 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Schweitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Todestag]]></category>
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					<description><![CDATA[2025 jährt sich der Geburtstag von Albert Schweitzer zum 150. Mal. Er gilt als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts, hat aber nicht nur als Philosoph, sondern auch als Forscher, Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist auf sich aufmerksam gemacht. 1953 erhielt er den Friedensnobelpreis. Wir fragen nach der Aktualität von Schweitzers Denken und den Folgen seines Wirkens bis heute.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p>
<p>es war im Jahr 1964, als der damals fast neunzigjährige Albert Schweitzer sein „Wort an die Menschen“ richtete. Im Urwald auf Tonband aufgenommen und sodann auf viele Schallplatten gepresst, erklang seine Stimme bald in den Häusern und Wohnungen weltweit: „Ich rufe die Menschheit auf zur Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben. Diese Ethik macht keinen Unterschied zwischen wertvollerem und weniger wertvollem, höherem und niederem Leben.“</p>
<p>Sechzig Jahre später stellen wir fest, dass auf diesem Weg, den Schweitzer gewiesen hat, noch eine gehörige Strecke vor uns liegt. Grund genug, sich im Jubiläumsjahr zum 150. Geburtstag und 60. Todestag mit dem Leben und Denken dieses so erstaunlichen Menschen, dieses Philanthropen und Denkers zu beschäftigen.</p>
<p>Wie hat Schweitzer philosophisch gedacht, was waren seine theologischen Überzeugungen? Worauf fußt seine Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben? Wo stößt dieses so eingängige Grundpostulat in der Praxis an Grenzen? Die Beiträge von Werner Zager und Ulrich Körtner führen in diese Fragestellungen ein.</p>
<p>Einen musisch-ästhetischen Zugang zu Schweitzer eröffnet uns zum einen Konstanze Ebel, deren Cartoons die <em>evangelischen aspekte</em> bereits seit mehreren Ausgaben bereichern: Auf Einladung der Redaktion hat sie ausgewählte Kernaussagen des berühmten Urwaldarztes zusammengestellt und mit ihren Zeichnungen illustriert. Zum anderen widmet sich Sarah Hilmer, selbst begeisterte Hobbymusikerin, dem Bach-Verständnis Schweitzers und lädt uns über einen Spotify-Link ein, auf der Orgelbank neben dem Widor-Schüler Platz zu nehmen und den Originalklängen des Organisten zu lauschen.</p>
<p>Schweitzer hat seinen Einfluss auch politisch nutzen können, insbesondere, als er sich gegen die atomare Bewaffnung einsetzte. Dass sein Einfluss und seine Stilisierung zum ›guten Deutschen‹ gerade in der Nachkriegszeit auch problematische Züge annehmen konnte, darüber informiert kenntnisreich Caroline Fetscher.</p>
<p>Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben gilt als gut: „Leben erhalten, Leben fördern, entwickelbares Leben auf seinen höchsten Wert bringen“. Dagegen wird in der Debatte um die Sterbehilfe, zu der sich Hendrik Meyer-Magister äußert, darum gerungen, unter welchen Umständen das Beenden von Leben ethisch vertretbar sein kann. Doch nicht nur die Ehrfurcht vor dem Leben mutet uns einiges zu: Mit den Zumutungen des christlichen Glaubens, der keine „weichgespülte Wohlfühlbotschaft“ sein will, konfrontiert uns Bertram Salzmann.</p>
<p>Die Beiträge zu Albert Schweitzer zeigen, dass sein Denken und Wirken auch heute noch fasziniert und inspiriert. Sie regen zum Weiterdenken an und zu der Frage, wo wir selbst etwas zum Gelingen und zur Förderung des Lebens beitragen können. Die immense Lebensleistung Schweitzers kann einen manchmal mutlos machen angesichts des Zustands der Welt und der eigenen, oft bescheidenen Bemühungen. Doch Schweitzer ermutigt die Menschen: Ist er doch davon überzeugt, dass jeder Mensch ein eigenes Lambaréné finden kann, wo er oder sie die Welt ein Stück besser machen kann.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre!</p>
<p><em>Raphael Zager</em></p>
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		<item>
		<title>Arbeit</title>
		<link>https://www.evangelische-aspekte.de/editoria_arbeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Elke Münster]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Feb 2025 10:51:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 35. Jahrgang, Heft 1, Februar 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Arbeitswelt wandelt sich in einem rasanten Tempo. Nicht nur Berufe, sondern ganze Industriezweige verschwinden und neue entstehen. Gleichzeitig verändert sich die Bewertung von Erwerbsarbeit, weil Menschen mehr Wert auf eine gute Work-Life-Balance legen. Wie kann Arbeit (auch Care-Arbeit!) künftig gerecht verteilt werden? Und was bedeuten die Veränderungen in der Arbeitswelt für Menschen in Pfarramt, Gemeinde und Diakonie?   ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber vom Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen“ (Martin Luther)</em></p>
<p>Liebe Leserin, lieber Leser!</p>
<p>Fachkräftemangel und Entlassungen, längere Lebensarbeitszeit und befristete Projektarbeit, Vier-Tage-Woche und explodierender Krankenstand: Die Arbeit, wie wir sie kennen, scheint in der Krise zu stecken!</p>
<p>Die Veränderung der Arbeitswelt in der Informationsgesellschaft hat neue Organisationsformen, neue Produkte und Orte geschaffen, der Arbeitsmarkt ist global geworden. Es gibt scheinbar immer weniger zu tun für immer weniger Menschen. Ist gar ein Ende der „Arbeitsgesellschaft“, wie sie Hannah Arendt prognostiziert hat, in Sicht? Und würde dieses Ende neue Freiheiten schaffen, würde das antike und mittelalterliche Ideal der „Muße“ eine nachindustrielle Neuauflage erleben, oder würde es nur neue gesellschaftliche Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten produzieren? Und hat mit dem Wandel der Arbeitswelt auch das berühmt-berüchtigte „protestantische Arbeitsethos“ ausgespielt, das in der beginnenden Neuzeit die Arbeit zum eigentlichen Sinn und Inhalt des Lebens erhoben und damit dem Kapitalismus kräftigen Rückenwind verliehen hat?</p>
<p>Die Reformation kann jedenfalls als der stärkste Motor unseres modernen Arbeitsverständnisses betrachtet werden: „Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen“. Doch nun scheinen dem Vogel die Flügel gestutzt. Was kommt danach? Wie könnte eine neue, humane, menschen- und umweltgerechte Arbeitswelt aussehen, die genügend Raum lässt für „Muße“, für Kreativität, für soziales Miteinander? Und welche Ethik könnte das alte protestantische Arbeitsethos ablösen, ohne die hohe Wertschätzung menschlichen Gestaltens und „Machens“ aufzugeben? Denn Arbeit hat ja – auch nach der Vertreibung aus dem Paradies – mit Erfüllung, mit Stolz und Freude zu tun!</p>
<p>Die Beiträge in diesem Heft versuchen eine kritische Bestandsaufnahme der Transformation der Arbeitswelt in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, und sie versuchen auch, die Potentiale, die in einer veränderten Sicht auf die Arbeit liegen, herauszuarbeiten und zu würdigen.</p>
<p>Ein herzlicher Dank geht an alle Autorinnen und Autoren, die in dieser Zeit der Veränderung und Verunsicherung Orientierungshilfen zu einer Neubewertung der Arbeit geben wollen.</p>
<p>Das Redaktionsteam wünscht Ihnen eine anregende Lektüre mit der nötigen Muße!</p>
<p><em>Elke Münster</em></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kreuz</title>
		<link>https://www.evangelische-aspekte.de/editorial-kreuz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bertram Salzmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 17:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 34. Jahrgang, Heft 4, November 2024]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Kruzifix]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Erkennungszeichen der ersten Christen war der Fisch. Das Kreuz wurde erst später zum zentralen christlichen Symbol. Es erinnert daran, dass die Botschaft von Christus als dem Gekreuzigten im Zentrum des christlichen Glaubens steht. Was hat das „Wort vom Kreuz“ uns heute zu sagen? Und wie gehen wir mit dem sperrigen Zeichen des Kreuzes um?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p>
<p>das Erkennungszeichen der ersten Christen war der Fisch. Das Kreuz wurde erst später zum zentralen christlichen Symbol. Ausgerechnet ein römisches Folter- und Hinrichtungsinstrument schmückt damit bis heute Kirchen und Halsketten. Man stelle sich vor, eine Religion würde sich den elektrischen Stuhl zum Symbol wählen…</p>
<p>Das Kreuz weckt aber nicht in erster Linie wegen seiner funktionalen Geschichte Widerstände, sondern wegen dem, der unter der hämischen Inschrift „König der Juden“ auf Golgatha daran hingerichtet wurde. „Mir willst du zum Gotte machen, solch ein Jammerbild am Holze!“ schrieb Goethe im <em>West-östlichen Diwan</em>. Und schon Paulus notierte im 1. Korintherbrief, dass das Kreuz für die einen (nämlich die  Juden) „ein Ärgernis“ und für die anderen (nämlich die Heiden) „eine Torheit“ bedeutete (1. Kor 1,23) und sich nur für Christinnen und Christen im Glauben als „Gottes Kraft“ erweisen könne.</p>
<figure id="attachment_8343" aria-describedby="caption-attachment-8343" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Ebel_Hier-koennte-Ihre-Werbung-haengen.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-8343 size-medium" src="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Ebel_Hier-koennte-Ihre-Werbung-haengen-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" srcset="https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Ebel_Hier-koennte-Ihre-Werbung-haengen-300x209.jpg 300w, https://www.evangelische-aspekte.de/wp-content/uploads/Ebel_Hier-koennte-Ihre-Werbung-haengen.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8343" class="wp-caption-text">@dichtungsding / Konstanze Ebel</figcaption></figure>
<p>So oft das Kreuz nun heute unbeachtetes Schmuckmotiv ist, so sehr schlagen die Wellen hoch, wenn es um seinen Platz im öffentlichen Raum geht. Die einen wollen es daraus verbannen, die anderen – wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit seiner Anordnung aus dem Jahr 2018 – verpflichtend anbringen. Um die religiöse Bedeutung des Kreuzes-Motivs, oder gar um seinen christlich bestimmten Sinn, wie ihn <a href="https://www.evangelische-aspekte.de/das-kreuz-prueft-alles/">Christian Reich</a> in unserem Eröffnungsbeitrag entfaltet, muss es dabei gar nicht gehen. Das Kreuz wurde von jeher für politische Instrumentalisierungen genutzt. Das reicht, wie <a href="https://www.evangelische-aspekte.de/siegeszeichen-und-oder-passionswerkzeug/">Kathrin Müller</a> zeigt, zurück bis zum römischen Kaiser Konstantin und geht bis zu von <a href="https://www.evangelische-aspekte.de/streit-ums-kreuz/">Johann Hinrich Claussen</a> nachgezeichneten aktuellen Hauptstadtdebatten.</p>
<p>Trotz aller abweichenden Deutungen erinnert das Kreuz daran, dass die Botschaft von Christus als dem Gekreuzigten im Zentrum des christlichen Glaubens steht. Es ist damit einerseits ein Zeichen, das in der Tat Abgrenzungen schafft, andererseits aber zugleich zu ihrer Aufhebung einlädt. Mit dem Aufruf Jesu das eigene „Kreuz“ in der Nachfolge auf sich zu nehmen (Lukas 9,23), werden Christenmenschen selbst in die Verantwortung gerufen. <a href="https://www.evangelische-aspekte.de/nachfolge-im-zeichen-des-kreuzes/">Susanne Büttner</a> zeigt in ihrem Bericht aus der Gefängnisseelsorge, wie dies im Alltag einer Pfarrerin aussehen kann. In solcher Nachfolge trifft sich, wie <a href="https://www.evangelische-aspekte.de/deutungen-des-kreuzes/">Mouhanad Khorchide</a> erläutert, die christliche Interpretation des Kreuzes mit muslimischen Deutungen.</p>
<p>Das Kreuz bleibt ein „sperriges Zeichen“ – und das ist auch gut so. Wir wünschen Ihnen, dass Sie in den Beiträgen dieses Heftes neue Zugänge dazu finden.</p>
<p>Es grüßt Sie aus der Redaktion<br />
<em>Bertram Salzmann</em></p>
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		<title>Erinnerung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heike Schmidt-Langer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Aug 2024 07:49:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelische aspekte, 34. Jahrgang, Heft 3, August 2024]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind Gedächtnis – unsere Erinnerung ist prägend für uns als Individuen ebenso wie für Gruppen und ganze Gesellschaften. Denn das persönliche oder gemeinsame Erinnern stiftet Identität. Auch das Christentum ist eine Religion der vergegenwärtigten Erinnerung. Wir fragen danach, wie Erinnerung aus neurowissenschaftlicher Sicht zu verstehen ist, warum Erinnerungskultur so wichtig ist und wie mit traumatischen Erinnerungen umgegangen werden kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserin, lieber Leser,</p>
<p>sich zu erinnern, ist für uns als Gesellschaft, aber auch als Individuen, grundlegend und prägt unsere Identität. Er-innern hat mit unserem Inneren zu tun, Erinnerungen sind ein wichtiger Teil von uns. Sie sind – ob positiv oder negativ – in unserem Gedächtnis abgespeichert. Manches scheint schon vergessen, da wird die Erinnerung durch ein Wort, ein Bild, einen Ort oder einen anderen Reiz wieder aktiviert.</p>
<p>„Those who cannot remember the past are condemned to repeat it”, so der Philosoph Santayana. Übersetzt etwa: “Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Umso wichtiger ist es, dass wir uns erinnern. Die Shoa darf sich nicht wiederholen. Es ist kein Zufall, dass Antisemitismus oftmals mit der Verleugnung der Shoa einhergeht. Gerade jetzt, wo es nur noch wenige Zeitzeugen gibt, müssen wir andere Wege finden, uns das Geschehen in den Konzentrationslagern, aber auch schon davor, zu vergegenwärtigen. Nie wieder ist jetzt!</p>
<p>Aktuell in den Kinos ist der Film „Führer und Verführer“ über den Propagandisten Goebbels. Ausgesprochenes Ziel dieses Films ist es, die Zuschauenden zu befähigen, die aktuelle mediale Inszenierung der Rechten zu durchschauen und deren Verführungen nicht zu erliegen. Denn die Erinnerung an damaliges Geschehen macht es uns möglich, heute anders zu handeln.</p>
<p>Auch Versöhnung geht nicht ohne Erinnerung. Und so brauchen wir Menschen, Orte, Geschichten, Anlässe, alles, was uns hilft, nicht zu vergessen.</p>
<p>„Tut das zur Erinnerung an mich“ (Lk 22,19, Basis-Bibel), sagt Jesus und fordert uns damit nicht nur dazu auf, uns zu erinnern, sondern auch, diese Erinnerung in die Gegenwart zu holen. Aus der Erinnerung an Jesu Leben und Wirken sollen wir unser eigenes Leben gestalten. Ohne Erinnerung kein Glaube. „Die Erinnerung ist die Erfahrung vom Wirken Gottes in der Geschichte,“ sagte Richard von Weizsäcker 1985.</p>
<p>Wir sind alle vergesslich. Was ich mir nicht aufschreibe, wird oftmals nicht erledigt. Aber nicht nur kleine To-dos oder die Milch im Supermarkt vergessen wir – die Prophetenbücher sind voll von Anklagen, weil die Menschen Gott vergessen und Götzen anbeten. Gott vergisst uns aber nie: „Denk daran, Jakob, denk daran, Israel, dass du mein Knecht bist. Ich habe dich geschaffen, du bist mein Knecht und gehörst zu mir. Darum werde ich dich niemals vergessen“ (Jes 44, 21, Basis-Bibel).</p>
<p>Dieses Heft soll anregen, über das Erinnern und das Vergessen nachzudenken. Wir forschen nach, wie Erinnerung funktioniert und was uns dabei hilft. Wie wir mit Erinnerungen (besonders traumatischen) umgehen können und wie sie uns beim Gestalten der zukünftigen Welt helfen können. Wie wir falsche Erinnerungen erkennen und auf sie reagieren. Und – natürlich – wie wichtig Erinnerung für unseren Glauben ist.</p>
<p>Die Welt ist veränderbar – möge unsere Erinnerung dabei helfen!</p>
<p>Es grüßt Sie aus der Redaktion</p>
<p><em>Heike Schmidt-Langer</em></p>
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