Vom Traumpalast zu Traumaplast Foto-Projekt zum Ende eines Klosters

Nach dem Tod der letzten Oberin musste das Kloster der Salesianerinnen in der Ortschaft Beuerberg im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen schließen. Christof Salzmann dokumentiert in einer Fotoserie den Nachlass der Schwestern – und das Scheitern einer Ausstellung an diesem Ort.

Nach der Schließung des Klosters im Jahr 2013 wurde die Anlage wurde vom Erzbistum München und Freising übernommen. Während einer ersten Phase der Inventarisierung entschied Dr. Christoph Kürzeder, die vorgefundenen Schätze einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Foto: © Christof Salzmann

Parallel zu einer historischen Dokumentation des Klosterlebens sollte auch eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Schlaftrakt der Klosterschwestern im 1. Stock stattfinden. Jedem Künstler wurde ein eigener kleiner Ausstellungsraum in Form einer Zelle zugeteilt, indem er/sie assoziativ auf die Räumlichkeiten und das Thema des klösterlichen Lebens reagieren konnte. Christof Salzmann war eingeladen, sich an dieser Ausstellung zu beteiligen.

Foto: © Christof Salzmann

Bei einer Begehung der Räumlichkeiten 2015, in der Phase der Inventarisierung, entstanden diese wunderbaren Fotografien. Die Archivare versuchten, der überbordenden Fülle von Vasen, Gewändern und Kruzifixen Herr zu werden, indem Sie diese an bestimmten Orten im Kloster sammelten. Die Erinnerung an diese sehr kurze Zeit des Ordnens, des Übergangs vom aktiven Leben im Kloster zur Dokumentation, bleibt uns in diesen Bildern erhalten.

Foto: © Christof Salzmann

Feuerpolizeiliche Auflagen verhinderten schlussendlich diese Ausstellung, da nur der Bereich im Erdgeschoss der Anlage für Besucher freigegeben wurde.

Benita Meißner

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