Beide aber sind notwendig Theologie und Politik

Oft wird gefragt: LĂ€sst sich mit der Bergpredigt etwa Politik machen? Beispiele aus Geschichte und Gegenwart zeigen: Die Unterscheidung von Staat und Religion hat ihr gutes Recht.

In Babyn Jar wurden dreiunddreißigtausend Kinder, Frauen und MĂ€nner erschossen. Man weiß es ganz genau, weil die deutsche Wehrmacht, die Polizei- und SS-Kommandos prĂ€zise Buch darĂŒber fĂŒhrten. Aus der tödlichen Schlucht in der Ukraine meldet die Einsatzgruppe eine exakte Angabe nach Berlin: „33 771“, steht da, hat das „Sonderkommando 4a 
 am 29. und 30.9.1941 in Kiew 
 exekutiert“. Dieser Tage jĂ€hrte sich die Mord-Aktion zum 75. Mal.

Babyn Jar belegt, wozu Menschen fĂ€hig sind, wenn Orientierung fehlt. Hier gab es keinen Schutz, keinen eingreifenden Staat. Die staatliche Ordnung selbst war korrumpiert und zu einer Vereinigung von Rechtsbrechern geworden. Es fehlte die ordnende Gewalt, die dem Bösen widerstanden hĂ€tte. Und es fehlte den Einzelnen, die herbeigeordert waren, ein innerer Halt. Es waren ja noch immer Menschen, die da schossen, die Erde schaufelten oder Kleiderberge anhĂ€uften. Doch im Innern fehlte eine feste „Bindung“ (lat. Religio von re-ligere/ligare: ZurĂŒckbinden, Anbinden, Beachten), die sie abgehalten hĂ€tte: Ein festes Herz, wie es eine religio, ein fester Glaube hĂ€tte geben können.

Religion und Politik

Religion und Politik sind zwei Bereiche, die sich ĂŒberschneiden, die aber nicht identisch sind. Jedenfalls nicht identisch sein sollten, wie wir in Europa leidvoll lernen mussten. Und dennoch kommt in dieser Welt das eine ohne das andere nicht aus. Der beste Staat nĂŒtzt nichts, wenn er nur haltlose Menschen in sich hat. Religio braucht wiederum den Staat, wenn sie im Widerstreit aggressiver Meinungen und bei Verfolgungen nicht untergehen will. Was die religio dem Staat zu geben hat, und umgekehrt, darum geht es im Folgenden.

Die zutreffende Sentenz eines deutschen Spitzenpolitikers und derzeitigen Bundesfinanzministers besagt, „dass Religion, um politisch zu sein, erst einmal Religion sein muss.“ Daher zuerst (A) ein Blick auf den christlichen Glauben, auf die Bergpredigt und die Reich-Gottes-Rede des Neuen Testaments. Dann (B) der Blick auf Staat und Politik, also auf den Bereich der weltlichen Ordnungen, der staatlichen Gesetze und der politischen Forderungen. Schließlich geht es (C) um die rechte Zuordnung der beiden GrĂ¶ĂŸen Staat und Religion.

A) Evangelische religio nach der Bergpredigt

1. „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“ (Mt 5,4). Die Bergpredigt beginnt mit starken Trostworten fĂŒr jene, die an und in dieser Welt leiden. „Selig seid ihr Armen, denn das Reich Gottes ist euer. Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen“ (Lk 6,20f). Die Sicht wird von Gott her kontrastiert. Es wird nicht bleiben, wie es ist.

2. Die Bergpredigt setzt neben die gesehenen RealitĂ€ten eine andere Wirklichkeit. Es ist die Wirklichkeit Gottes, sein Reich: das „Himmelreich“. In Gottes Reich und seinem Herrschaftsbereich gelten ganz eigene Gesetze. Das ist bereits jetzt so, wo die Herrschaft Gottes wirkt. Und das ist zu guter Letzt so, wenn dieser Äon endet, „wenn Gott abwischen wird alle TrĂ€nen“ (Jesaja 25,8). In diesem Gottvertrauen spricht die Bergpredigt, und solches Gottvertrauen will sie wecken. „Selig sind, die dĂŒrstet nach Gerechtigkeit: sie werden satt“ (Mt 5,6).

3. Dieses unumschrĂ€nkte Gottvertrauen hat jener Bergprediger gepredigt und mit Tat und Leben wahr gemacht. Er wendet sich den Kranken zu. Den Ausgestoßenen. Er praktiziert die NĂ€chstenliebe und die Feindesliebe. Das Reich Gottes beginnt als kleinstes Samenkorn, und wird doch grĂ¶ĂŸer als alle anderen GewĂ€chse, sodass in seinen Zweigen die Vögel des Himmels nisten können, sagt er. Von seiner bergeversetzenden Zuversicht zu Gottes Möglichkeiten lĂ€sst er sich nicht abbringen, bleibt dabei bis zum Tod. „Denkt anders“, damit beginnt das öffentliche Wirken des Wanderpredigers aus Nazareth (so wörtlich das griech. Meta-Noeite: Ändert das Denken, kehrt um). â€șDie Wirklichkeit Gottes ist nicht fern, sie ist nahe – folgt mir nachâ€č (Mk 1,15; Mt 4,17; Lk 4,43; Mk 2,14).

4. Wo nach der Bergpredigt gelebt wird, ist nicht nötig, dass eine Staatsgewalt eingreift. Wenn alle sich nach dieser Art verhalten, ist es das Paradies auf Erden. „Selig sind die Frieden stiften: sie werden Gottes Kinder heißen“ (Mt 5,9). Dies ist das Fundament, sagt die Bergpredigt, auf dem Leben gedeiht. Wer diese Rede hört und tut, dessen Haus ist „auf festen Grund“ gebaut (Mt 5,24).

5. Die Bergpredigt wirft allerdings Fragen auf. Was, wenn es bei schreienden Ungerechtigkeiten bleibt? Was, wenn etwas wie in Babyn Jar geschieht? Die Nachkriegstheologie in Deutschland, das lĂ€sst sich zeigen, ist von dieser Frage wesentlich bewegt. Kann man mit der Bergpredigt die Welt gestalten (Politik), in der es doch allzu oft nach dem Recht des StĂ€rkeren zugeht? Auch der Prediger der NĂ€chsten- und der Feindesliebe wird schließlich im Foltertod am Kreuz von den MĂ€chtigen schlichtweg liquidiert. Was bleibt zu tun, wenn sich Gottes gute Herrschaft nicht so ohne Weiteres durchsetzt?

B) Politische Forderungen

6. WĂ€hrend die Reich-Gottes-Rede beschreibt, wie es ist, wenn alle „wie die Engel“ wĂ€ren, mĂŒssen sich Staat und Politik der Wahrheit stellen, dass es daran hĂ€ufig fehlt. Der Staat hat damit zu tun, eine Ordnung fĂŒr das Zusammenleben zu gewĂ€hrleisten, wenn es Übergriffe von dem einen auf den andern gibt. Er regelt Interessensausgleiche. Er stellt Verbrecher und schĂŒtzt auf diese Weise das Leben und die Gemeinschaft aller. Er ist ĂŒberall da nötig, wo ein Leben gemĂ€ĂŸ der Bergpredigt fehlt.

Der Staat ist ĂŒberall da nötig, wo ein Leben gemĂ€ĂŸ der Bergpredigt fehlt.

7. Die Aufgabe des Staates ist es also, Recht und Frieden abzusichern. Der Historiker Timothy Snyder hat die These aufgestellt, dass die Nazi-GrĂ€uel gerade möglich wurden, wo und weil es dem Regime gelang, staatliche Strukturen außer Kraft zu setzen. An der schauderhaften Tat in Kiew waren „zwei Kommandos des Polizei-Regiments SĂŒd“ beteiligt, also gerade die zustĂ€ndige Ordnungsgewalt fĂŒr Recht und Gesetz. Das AbgrĂŒndige des „Dritten Reichs“ besteht insoweit nicht nur darin, dass das Staatswesen totalitĂ€r wird, sondern dass Rechtlosigkeit und WillkĂŒr, Anarchie und Gesetzlosigkeit die Oberhand gewinnt.

8. FĂŒr die SS-Schergen mit polizeiĂ€hnlicher AusfĂŒhrungsgewalt galt kein Gesetz. Man war sich selbst Gesetz. Im Dritten Reich wurde schleichend diese Gesetzlosigkeit total. Doch wo das stattfindet, ist das Staatswesen nicht mehr wirklich „Staat“. Leider lassen sich auch heute mĂŒhelos Beispiele finden, wo die Gefahr besteht, dass unser Staatswesen sich auflöst, unterhöhlt wird, zur RĂ€uberbande wird. Aufwachen in Nazi-Deutschland muss darum die Parole sein, bevor das zu einer Zustandsbeschreibung wird.

9. Ein Beispiel: Wie schleichend Freiheit flöten geht, zeigt die Digitalisierung. Johanna Haberer hat darauf aufmerksam gemacht (in dieser Zeitschrift, Ausgabe 2/2016), welch totalitĂ€rer Zug in der alle Lebensbereiche durchdringenden Überwachung liegt. Digitalisierung meint und betrifft ja nicht nur die Kommunikation im öffentlichen Internet, sondern auch das im Verborgenen liegende „Darknet“, wo mit allem und jedem gehandelt wird, und das sogenannte Internet der Dinge. Mit dem PC-lesbaren Personalausweis, dem funkenden Automobil, den elektronisch vorliegenden Gesundheitsdaten
 wird die Gesellschaft fĂŒr jeden, der auf diese Daten Zugriff hat, „sehr transparent“ und leicht manipulierbar. Geheimdienste und Wirtschaftsunternehmen tun das schon heute unkontrolliert (aspekte 2/2016). Es ist daher richtig, zu verhindern, dass nicht auch noch der Zahlungsverkehr rein digital ablĂ€uft und das Bargeld abgeschafft wird.

Verschiedene KrĂ€fte wirken in Deutschland darauf hin, das MilitĂ€r auch fĂŒr InlandseinsĂ€tze vorzusehen. Babyn Jar liegt einfach schon zu lange zurĂŒck… Geheimdienste und der Verfassungsschutz werden mit polizeilichen Aufgaben betraut. Immer mehr Instanzen sollen Zugriff auf alle TelefongesprĂ€che innerhalb Deutschlands haben. Dergleichen wird natĂŒrlich digital gespeichert. Zugleich weist der deutsche Innenminister darauf hin, dass jederzeit mit Angriffen auf die digitale Infrastruktur von Gruppen, Staaten, kriminellen Vereinigungen, einzelnen Hackern auszugehen sei. Jeder weiß nun also von jedem alles, oder kann es plötzlich wissen (Wikileaks)… Diese Zugriffsmöglichkeiten sind in der Tat „total“.

10. Auch die Wissenschaft geht daher fehl, wenn sie sich bisher weitgehend aus dieser Diskussion herauszuhalten sucht. Seit einiger Zeit wird ja angestrebt, den UniversitĂ€ten neben ihren Aufgaben der Forschung und der Lehre als dritte Aufgabe, „Third Mission“, auch eine (zivil-)gesellschaftliche Aufgabe ins Stammbuch zu schreiben – eine partnerschaftliche Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft fĂŒr gesellschaftliche Herausforderungen. Die totale Digitalisierung wĂ€re hier BewĂ€hrungsfeld. Haltung ist gefragt. Religio. Jeder Staat braucht im Innern einen Halt.

C) Luthers Unterscheidung zwischen Staat und Religion

11. Die Unterscheidung und GegenĂŒberstellung von religio und Staat ist ein Gewinn aus der Reformation. Neidlos muss man anerkennen, dass es wieder einmal Martin Luther ist (wie schon bei der BibellektĂŒre in der Muttersprache, dem „Priesterberuf jedes Christenmenschen“, der Schulbildung fĂŒr MĂ€dchen und Jungen, dem theologischen Gerechtigkeitsbegriff, der Abschaffung kĂ€uflicher AblĂ€sse, u.a.), der MaßstĂ€be gesetzt und Pionierarbeit geleistet hat. Bei der Unterscheidung von Staat und Kirche hat er mit der Lehre von den zwei Bereichen schlichtweg Bahnbrechendes gesagt.

12. Luther unterscheidet klar die Aufgaben von Politik und Religion. Mit seiner Lehre von den zwei (Be-)reichen weist der Wittenberger Theologe jeder Seite ihre Rolle zu: dem Staat die Ă€ußere Ordnung, gegen Rechtsbrecher notfalls auch mit Zwangsgewalt; der Kirche und der Religion die innere Bindung, ohne Gewalt, alleine mit der WortverkĂŒndigung (sine vi, sed verbo). Besser als von der Zwei-Regimenten- oder der Zwei-Reiche-Lehre wĂ€re daher von der Zwei-Bereiche-Lehre oder von der Doppelten BĂŒrgerschaft zu reden. Ein Christenmensch ist BĂŒrger im Reich Gottes. Und er ist BĂŒrger in der Welt. Der Glaube gibt ihm Halt. Im Staat findet die Weltgestaltung statt.

13. Reformatorische Lehre hilft somit zu unterscheiden zwischen einer passiven Gerechtigkeit, die Gott selbst herstellt (spĂ€testens, final, am Ende aller Tage) – nennen wir es das Himmelreich – und einer aktiven, politischen Gerechtigkeit, an der der Mensch nach KrĂ€ften heute schon mitwirkt – nennen wir es politische Existenz. „Das ist unsere Theologie“, sagt Luther einmal, „in der wir diese beiden Gerechtigkeiten, die aktive und die passive, genau zu unterscheiden lehren
 Beide aber sind notwendig“ (Kommentar zum Galaterbrief, 1531/35). Auch das Gesetz ist unter dieser Perspektive gut und richtig, sogar notwendig. „Heilig“, wie der jĂŒdische Gelehrte und Apostel Paulus sagt (Römerbrief 7,12).

14. Wann das Gesetz, auch das „politische“, wann die „evangelische“ Bergpredigt an der Zeit ist, ist immer wieder neu zu prĂŒfen. Anders als viele, die sich spĂ€ter auf ihn beriefen, traute sich der Wittenberger Theologe, der „Politik“, den MĂ€chtigen der Zeit, mit deutlichen Worten zu widersprechen und zu widerstehen. Gerade dafĂŒr steht doch schon sein Auftritt 1521 vor Kaiser und Reich in Worms. Und nicht nur hier. Luther hat damit selbst befolgt, was er in der berĂŒhmten Freiheitsschrift in die Doppelthese fasst: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr ĂŒber alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan“ (Von der Freiheit eines Christenmenschen, 1520). „FĂŒrstenknecht“ war Luther sicher nicht. Auch beim sogenannten „landesherrlichen Kirchenregiment“ stimmt lĂ€ngst nicht alles, was im besser zu informierenden deutschen Feuilleton oft zu lesen ist.

Luthers Mut möchte man heute manchem Kirchenvertreter bei der totalen Digitalisierung wĂŒnschen.

15. Luthers Mut möchte man heute manchem Kirchenvertreter bei der totalen Digitalisierung wĂŒnschen. Denn eigentlich ist es ja lĂ€ngst gesellschaftlicher Konsens, dass hier höchster Handlungsbedarf besteht – nur die Politik hinkt hinterher. Die Kirche auch. Wenn ĂŒber 1.000 Schriftsteller wie z.B. Paul Auster, T.C. Boyle, Umberto Eco, Jonathan Littell protestieren (vgl. FAZ.net, 10.12.2013), Philosophen wie Michael Sandel Alarm schlagen, wenn sich die Stimmen gerade aus der IT- und Computerbranche mehren (man blĂ€ttere in Technik-Zeitschriften wie connect, com! professional, c‘t oder CHIP), dann findet sich vielleicht auch einmal ein Bischof, eine Kirchensynode oder ein Kanzelprediger, der dazu das Wort ergreift. Er sei katholisch oder evangelisch. Womöglich aber behĂ€lt Hans Magnus Enzensberger recht: Es hilft dem BĂŒrger nur, sich dem digitalen Totalitarismus zu verweigern, Smartphones wegzuwerfen und Parteien nicht zu wĂ€hlen, solange sie nicht endlich einschreiten.

16. Es stimmt: Ein Staat ist nichts, wenn er nur haltlose Menschen in sich hat. In Babyn Jar aber fehlten beide, religio und Staat. Ob heute eine gelĂ€hmte Kirche zu Widerspruch noch in der Lage ist, mit dem Wort, ohne Gewalt? Die Nachkriegstheologie schien ihrer Sache mit dem Gottvertrauen nicht mehr sicher. Erfahrungen der Todesmaschinerie in zwei Weltkriegen hatten sie weithin fassungslos gemacht, regelrecht an Gott irre werden lassen (vgl. aspekte 4/2014: „Es ist der Krieg“). Die Rede von Gott wurde, wenn nicht verabschiedet, so doch verdĂ€chtig. Ließe sich an Gott – wenn ĂŒberhaupt – nur noch „atheistisch“ glauben? Leben als ob es Gott gĂ€be? An die Stelle der RealitĂ€t der Reich-Gottes-Rede trat ein Irrealis des „Vielleicht“. Oft musste dann eine „verzweifelte“ Religio beginnen, wieder „Staats-Politik“ zu machen, um die Gerechtigkeit, beinahe wie in einem Gottes-Staat, selbst herbeizwingen zu wollen. Die Stimme der Bergpredigt spricht jedoch anders. Sie fĂŒhrt auf einen Weg des Umdenkens. Es ist ein Weg, zu dem Karfreitag ebenso zĂ€hlt wie der frohe Ostertag. Das Reich Gottes beginnt als kleinstes Samenkorn, (stirbt ab) und wird doch grĂ¶ĂŸer als alle anderen GewĂ€chse. In ihm werden die Vögel des Himmels wohnen.

Fazit

17. Beide sind nötig: Politik und Bergpredigt. Der Staat ist notwendig, damit haltlose Menschen sich nicht gegenseitig maltrĂ€tieren können. Die Bergpredigt ist nötig, damit Menschen mit einem festen Halt entstehen, die sich erst gar nicht maltrĂ€tieren wollen. „Ändert euer Denken!“, sagt die Bergpredigt. „Die Wirklichkeit Gottes ist schon da.“

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