Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2025, 192 S., 22 EUR
Themen christlicher Dogmatik sind für viele Menschen schwer verständlich geworden. Eine Möglichkeit, diesem Problem zu begegnen, besteht in deren Übersetzung. Das vorliegende, schmale Buch macht sich zum Ziel, »große Worte« der christlichen Religion auf ihre heutige Lebensrelevanz hin auszulegen und dabei allgemeinverständlich zu bleiben, ohne theologisch banal zu werden. Dies gelingt. Vor Augen hat Zarnow Menschen mit einem »– vielleicht nur losen – Draht zur Kirche«, die »aber beruflich sonst nichts weiter mit der akademischen Theologie zu tun« haben. Aber auch solchen sei es wärmstens ans Herz gelegt.
Auf je ca. acht Seiten legt Zarnow 24 Begriffe aus. Der Einstieg wird über popkulturelle Referenzen gefunden, aktuelle Forschungsergebnisse oder Kunst- und Kulturgeschichte. Es folgt eine Problematisierung des Begriffes, die Schwierigkeiten offen benennt. Unter Rückgriff auf klassische (oft: Luther) und moderne Positionen wird der Begriff theologisch differenziert und in warmem, unaufgeregtem Ton für eine christliche Position und Lebensdeutungs-Perspektive geworben.
Liest man das Buch als „kleine Dogmatik“, erschließt sich auch sein innerer Aufbau: Prolegomena lebensnah (Zweifel, Sehnsucht, Werte, Religion) – Gott (Gott, Schöpfung, Segen, Theodizee) – Mensch (Innerer Mensch, Demut, Sünde, Erlösung) – Christus (Jesus Christus, Kreuz, Auferstehung, Dreieinigkeit) – Geist und Gemeinschaft (Heiliger Geist, Reich Gottes, Kirche, Abendmahl) – Leben im Glauben (Glauben, Nächstenliebe, Hoffnung, Ewiges Leben).