Erik Bertram: Gottes großer Plan Eine Reise durch die Geschichte des Universums

Tectum Verlag 2017, 302 S., 18,95 EUR

Gleich vorweg: Anders als der Titel des Buches das erwarten lassen würde, ist das Ziel dieser Publikation nicht, in der Geschichte des Universums nach Gottes Wirken, einem „großen Plan“ hinter allen Dingen, zu suchen. Gottes Existenz wird allenfalls im letzten Kapitel adressiert. Nein, es beschreibt vielmehr, manchmal etwas plakativ und mit leichter Schlagseite ins Pathos (der eine oder andere findet den Allmächtigen vielleicht hierin), dafür aber umso besser eingängig, wie heutige Naturwissenschaftler die Entstehung des Kosmos erklären, und was sie für dessen Zukunft voraussagen.

Da wird vieles thematisiert, womit Laien nur wenig vertraut sind: Gekrümmte Räume, unvorstellbare Zeitskalen und sperrige physikalische Theorien der modernen Kosmologie – in diesem Buch sind sie gut verständlich erklärt und dazu noch mit sorgfältig überarbeiteten Illustrationen veranschaulicht.

Das Kapitel zur Relativitätstheorie geht sogar über ein „E = m c2“ hinaus, die Einstein‘schen Feldgleichungen werden in einer Weise herangezogen, die der Verständlichkeit sehr dient. Der physikalische Laie bekommt hier eine gute Übersicht über das moderne naturwissenschaftliche Weltbild. Und der Physiker? Der bekommt Lust, Papier und Bleistift in die Hand zu nehmen und es selbst nochmal nachzurechnen…

„Gottes Großer Plan“ bezieht sich natürlich auch auf das Verhältnis von Naturwissenschaften und dem Glauben, eine Beziehung, die lange Zeit von Auseinandersetzungen geprägt war. Denn schließlich stellen sich auch die Naturwissenschaftler die Frage nach dem Ursprung des Universums.

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