Hoffnung kommt von hüpfen (›hopen‹) Bibel und Bild zur Losung des 1. März 2020

Gott, ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen. (Psalm 118,21)

Verlier´ nie die Hoffnung. Nichts als ein Kalenderspruch?

„Hätte ich früher schon gewusst, was mein Leben mir bringt, es vorher gekannt / Hätt ich geschrien, gefleht, wäre davon gerannt / Die Welt entgleitet meiner Hand … (Texte: „fighting spirits“).

Jordanien: Seine Narben kommen vom Krieg. In sein Elternhaus ist eine Granate eingeschlagen. Hier im Zeltlager fallen wenigstens keine Bomben. Statt zu spielen, geht Djamal Wasser holen. Eine Stunde braucht er für den Weg. Seine drei Brüder sind noch in Syrien. Ob er sie je wiedersehen wird?

Düsseldorf: Die Haare ausgefallen. Das Gift fließt in die Adern. Chemotherapie. Die anderen in der Schule – und sie: vergessen?

„Das hab´ ich nicht erwartet; das hab´ ich nicht gedacht / Ich schau in ´ne dunkle, schwarze Nacht. / Die Welt wird klein, nur eine Bettenlänge groß, / (…) ich treibe bloß. / (…) / Ich spür das Gift, das mich retten soll, / es macht mich fertig – ich kotze alles voll. /(…) die Hoffnung kennt mich nicht.

Düsseldorf: Eines Tages steht die Hoffnung vor der Tür. Sie bringt Perlen mit. Mut-Perlen. Für eine persönliche Perlenkette. Sie hilft, die Krankenhauszeit zu dokumentieren: Es gibt Gutes im Schlechten. Da gibt es die Geburtstagsperle oder die für die guten Tage. Und ganz zu Beginn der Kette: Ein Hoffnungsanker. „Wir brauchen Hoffnung“, sagt Katja Nowak, „das ist eine schwere Erkrankung… Und sie geht in den meisten Fällen gut aus, aber man weiß es nicht. Und deswegen braucht man diese Hoffnung, die einen da durchträgt.“ Katja Nowak hat selbst einen Sohn an Krebs verloren und verteilt nun auf der Kinderkrebsstation in der Uni-Klinik Mut-Perlen.

Jordanien: Nach vielen Jahren Zeltlager steht die Hoffnung vor der Tür. Djamals Familie lebt jetzt in einem kleinen Haus. Das Zeltlager ist zu einer Stadt geworden. Es gibt fließendes Wasser, eine Schule, einen Spielplatz mit Trampolin, einen Sportplatz. Als Djamal mit seinen kleinen Schwestern herkommt, fangen sie sofort an zu spielen. „Wir sind herumgehüpft. Wir waren ganz aus dem Häuschen”, sagt ein Mädchen.

„Hoffnung kommt von hüpfen“, sagt Pfarrer Bastian Basse und macht Kindern mit seinen Mitmachliedern Mut. So wie Ergotherapeut und Musiker Frank Gottschalk, der vor vielen Jahren die „figthing spirits“, die kämpfenden Geister, an der Uni-Klinik Düsseldorf gegründet hat: eine Musikband aus lebensbedrohlich erkrankten Kindern und Jugendlichen, ihren Geschwistern und Freunden. Mit etwas professioneller Hilfe komponieren und texten sie, musizieren vor vielen Konzertgästen. In ihrem Probenraum steht eine Lampe mit der Aufschrift: „Gib dich nicht auf“.

„Bald reißt der Himmel auf, dort scheint ein Stern für Dich /und er blickt hinab und gibt dir Kraft…“

Hoffnung ist: etwas Positives zu erwarten. Allen Widerständen zum Trotz. Mut und Trotz sind Hoffnungsanker gegen die Verzweiflung. Gegen die Gefahr aufzugeben. Und an Gott glauben, heißt darauf hoffen, dass die Welt besser werden kann. Gottes Geist kann in mir den Hoffnungsfunken entzünden. Hüpfend – auf beiden Beinen oder beim Singen, Tanzen, Spielen – will ich diesen Geist rufen und warten, bis mein Herz vor Freude singt.

Zum Weiterlesen

Ein Gedanke zu „<span class="entry-title-primary">Hoffnung kommt von hüpfen (›hopen‹)</span> <span class="entry-subtitle">Bibel und Bild zur Losung des 1. März 2020</span>“

  1. Liebe Frau Schulze, leider muss ich dem Pfarrer Basse widersprechen!
    Hoffnung hupo
    hüpfen huppjan
    Das sieht zwar ähnlich aus, aber die Doppelung des Konsonanten „p“ bringt einen Bedeutungsunterschied mit sich. Deutlich nachweisbar, da sich die Dopplung im Englischen erhalten hat, im Deutschen ist das zweite „p“ zu einem „f“ verkümmert…

    Freundliche Grüße und Gottes Segen
    Robert Dusemund

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

19 + 10 =