Wilhelm Genazino (Hg.): Freiheit und Verantwortung 95 Thesen heute

Mit grauem Einband, stilisiert als Tür durch den schräg mit dem Kopf nach oben eingehämmerten Nagel, darunter der Titel in frisch-fröhlichem Pink (Freiheit und…) und umlaufendem schmalen pinken Band unten, dazu ein rotes Lesebändchen: schon äußerlich spricht die Sammlung von 95, im Schnitt eineinhalb Seiten langen, ebenfalls knallig-pink überschriebenen Texten, sehr an.

Eugen Drewermann: Luther wollte mehr Der Reformator und sein Glaube

Drewermann entfaltet theologisch und psychoanalytisch die Rechtfertigungslehre Luthers als Antwort auf die Lage des Menschen in der Welt. Insofern unterliege sie keiner zeitlichen oder kulturellen Einschränkung. Luther, getreuer Interpret Jesu, habe jedem Menschen den Glauben erschlossen, in dem er zu einer Person heranreifen könne, „die sich annehmen darf in ihrer Begrenztheit, in ihrer Relativität, in ihrer Gebrochenheit.“ (S. 17) Aus diesem unbegrenzten Vertrauen heraus habe Jesus selbst gelebt.

Was fällt Ihnen zum Begriff “Zivilcourage” ein? Wir haben uns umgehört, was Menschen mit dem Begriff verbinden

Zivilcourage heißt, meine Meinung sagen und in Kauf nehmen, dass ich damit anecke oder allein dastehe. Für mich ist Zivilcourage eng verbunden mit wachsamem Interesse, das bedeutet ja dazwischen sein und nicht als stummer Zeuge den Dingen einfach „beiwohnen“, mit denen ich nicht einverstanden bin. Zuletzt habe ich mich in einem Altenpflegeheim eingemischt, als ich das Gefühl hatte, eine alte Dame, die ich besucht habe, werde nicht genug betreut.

Foto: Pixabay, CC0

Editorial: Jugend Ausgabe 4/2017

Gegenwärtig ist es eigentümlich still um die Jugend. Viele sprechen von einer pragmatischen, angepassten Generation. Politische und religiöse Institutionen haben in ihr massiv an Vertrauen verloren. Was sind die Werte und Ziele der “Generation What?”