Foto: Buroll, via Wikimedia Commons, gemeinfrei

Stichwort: Ziviler Ungehorsam

35 Menschen blockieren am 16. September 2016 die Zugänge zum Fliegerhorst Büchel in Rheinland Pfalz, neun dringen in das Gelände ein und besetzen die Startbahn. Die Aktion richtet sich gegen die zwanzig US-Atombomben, die in Büchel stationiert sind, um im Kriegsfall im Rahmen der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ der NATO durch Bundeswehr-Piloten ins Zielgebiet geflogen zu werden.

Was fällt Ihnen zum Begriff “Zivilcourage” ein? Wir haben uns umgehört, was Menschen mit dem Begriff verbinden

Zivilcourage heißt, meine Meinung sagen und in Kauf nehmen, dass ich damit anecke oder allein dastehe. Für mich ist Zivilcourage eng verbunden mit wachsamem Interesse, das bedeutet ja dazwischen sein und nicht als stummer Zeuge den Dingen einfach „beiwohnen“, mit denen ich nicht einverstanden bin. Zuletzt habe ich mich in einem Altenpflegeheim eingemischt, als ich das Gefühl hatte, eine alte Dame, die ich besucht habe, werde nicht genug betreut.

Christliche Zivilcourage unterscheidet sich nicht unbedingt in den Äußerungsformen, aber in Motivation und Grundlagen. (Foto: Linksfraktion im Bundestag, Flickr, CC-BY-2.0)

Ist Zivilcourage eine christliche Tugend? Warum für Christen mehr als persönliche Stärke dahinter steckt

Weil Zivilcourage immer ein bewusstes Eintreten für den Schutz des guten Miteinanders ist, ohne dass Gesetze dazu verpflichten könnten, gilt sie als Tugend. Aber kann man sie auch eine „christliche Tugend“ nennen?