Martín Caparrós: Der Hunger »Wie zum Teufel können wir weiterleben, obwohl wir wissen, dass diese Dinge geschehen?«

„Jeden Tag sterben auf der Welt 25.000 Menschen an Ursachen, die mit dem Hunger zusammenhängen“, schreibt der Argentinier Martín Caparrós im Vorwort über die Gründe, die ihn bewogen haben, das Buch zu schreiben. Sein Buch ist eine Art Reise durch die Hungerzonen der Welt. Der engagierte Journalist und Schriftsteller beginnt damit, im Niger, die „Strukturen des Hungers“ aufzuzeigen. Er zeichnet konkret das Leben der Familien auf den Dörfern in einem der ärmsten Länder nach. Kaum einer der Leser wird wissen, dass das Land sehr stark vom Klimawandel betroffen ist, die Wüsten sich deshalb ausdehnen und es immer schwieriger wird, sich von Landwirtschaft zu ernähren.

Valentin Beck: Eine Theorie der globalen Verantwortung Was wir Menschen in extremer Armut schulden

Etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung lebt in extremer Armut. Auch wenn sich dieser Anteil in den vergangenen zwanzig Jahren in etwa halbiert hat, sind dies immer noch über 700 Millionen Menschen. Valentin Beck geht in seinem ursprünglich als Doktorarbeit entstandenen Buch der Frage nach, was dies in moralischer Hinsicht für Menschen bedeutet, die im Wohlstand leben. Inwiefern sind sie für die Not der anderen mit verantwortlich?

Stichwort: Gnade

Eine umfassende Betrachtung zum Stichwort Gnade müsste mehreres bereithalten: Die eigentliche Wortherkunft im Deutschen (von ganada: Wohlwollen, Gunst); den Gebrauch in verschiedenen Zusammenhängen, juristisch, theologisch…; die historische Begriffsentwicklung. Schließlich wäre „die Bedeutung heute“ relevant.