Wilhelm Genazino (Hg.): Freiheit und Verantwortung 95 Thesen heute

Mit grauem Einband, stilisiert als Tür durch den schräg mit dem Kopf nach oben eingehämmerten Nagel, darunter der Titel in frisch-fröhlichem Pink (Freiheit und…) und umlaufendem schmalen pinken Band unten, dazu ein rotes Lesebändchen: schon äußerlich spricht die Sammlung von 95, im Schnitt eineinhalb Seiten langen, ebenfalls knallig-pink überschriebenen Texten, sehr an.

Eugen Drewermann: Luther wollte mehr Der Reformator und sein Glaube

Drewermann entfaltet theologisch und psychoanalytisch die Rechtfertigungslehre Luthers als Antwort auf die Lage des Menschen in der Welt. Insofern unterliege sie keiner zeitlichen oder kulturellen Einschränkung. Luther, getreuer Interpret Jesu, habe jedem Menschen den Glauben erschlossen, in dem er zu einer Person heranreifen könne, „die sich annehmen darf in ihrer Begrenztheit, in ihrer Relativität, in ihrer Gebrochenheit.“ (S. 17) Aus diesem unbegrenzten Vertrauen heraus habe Jesus selbst gelebt.

Plakataktion der Christoffel Blindenmission, die 2006 nach Protesten eingestellt wurde (Foto: Deutsches Ärzteblatt, Eberhard Hahne).

Barmherzig, hilfsbereit, rassistisch Vorurteile und Stereotype in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit

Rassismus in der Entwicklungszusammenarbeit – das hört sich nach einem immanenten Widerspruch an. Doch nicht selten geht internationale Hilfsbereitschaft mit tradierten Vorurteilen und rassistischen Klischees Hand in Hand oder findet sogar gerade darin ihre Motivation.

Stichwort: Gnade

Eine umfassende Betrachtung zum Stichwort Gnade müsste mehreres bereithalten: Die eigentliche Wortherkunft im Deutschen (von ganada: Wohlwollen, Gunst); den Gebrauch in verschiedenen Zusammenhängen, juristisch, theologisch…; die historische Begriffsentwicklung. Schließlich wäre „die Bedeutung heute“ relevant.