Foto: © Evangelische Frauen Württemberg

Zukunft der Kirche Ausgabe 3/2018

Wer am Sonntagmorgen zum Gottesdienst geht, muss heutzutage vielerorts zwischen leeren Kirchenbänken Platz nehmen. Der Bedeutungsverlust der christlichen Kirchen in Deutschland scheint unaufhaltbar. Aber es gibt auch Entwicklungen gegen den Trend und neue Aufbrüche. Bei alledem stellt sich die Frage: Wie sieht die Kirche der Zukunft aus?

Foto: Jörg Winter, Karlsruhe

Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens Ein Diskussionsbeitrag aus der Evangelischen Landeskirche in Baden

„Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ lautet der Titel eines Diskussionspapiers, das die Synode der Evangelischen Landeskirche in Baden als Ergebnis eines zweijährigen Konsultationsprozesses 2013 verabschiedet hat. „Krieg scheidet als Mittel der Politik aus und darf nach Gottes willen nicht sein!“, wird darin bekräftigt. „In der Konsequenz bedeutet dies, auf militärische Einsätze zu verzichten.“

Begeisterung beim Abmarsch des II. Bataillons des Regiments Lübeck am 2. August 1914 (Foto: Wikipedia, public domain)

Mit Gott für König und Vaterland Gründe für die Kriegsbegeisterung deutscher Katholiken im Ersten Weltkrieg

Als im Juli 1914 die deutschen Truppen an die Front zogen, begleitete sie nicht nur der Jubel der Bevölkerung, sondern an vielen Orten auch das Läuten der Kirchenglocken und der Segen und die Gebete der Kirche. Einen nicht unerheblichen Anteil an der Kriegsbegeisterung hatten die so genannten „Kriegspredigten“.

Religion » Kirche und Gesellschaft » Zur Aktualität von "Barmen" »Gott mehr gehorchen als den Menschen« Die Aktualität der Barmer Theologischen Erklärung, achtzig Jahre nach ihrer Verabschiedung "Deutsche Christen" bei den Kirchenwahlen 1933 (Foto: Bundesarchiv)

„Gott mehr gehorchen als den Menschen“ Die Aktualität der Barmer Theologischen Erklärung, achtzig Jahre nach ihrer Verabschiedung

Vom 29. bis 31. Mai 1934 tagten in Wuppertal-Barmen Delegierte aus evangelischen Kirchen in Deutschland. Die von ihnen verabschiedete Theologische Erklärung schrieb Kirchengeschichte und ist bis heute ein einzigartiges Dokument. Sie ist auch dazu geeignet, die Kirche je aufs Neue in kritische und prophetische Zeitgenossenschaft zu rufen. Was war damals geschehen und worin liegt die eigentümliche und offenbar nicht veraltende Kraft der Barmer Theologischen Erklärung?

Denkmal des Franz von Asissi nahe der Laterankirche in Rom (Foto: Pixabay, CC0)

Franziskus und die Folgen Die Besonderheiten des franziskanischen Christentums haben prägende Kraft bis heute

Das Franziskanertum ist nicht einfach als Reformbewegung im Sinne einer Rückwendung zu den Idealen des Urchristentums zu verstehen; vielmehr zeigt es Wesenszüge einer neuen, eigenständigen Religion. Alle Unterdrückungs- und Domestizierungsversuche konnten nicht verhindern, dass der franziskanische Ideenkomplex als »Religion in der Religion« über die Zeiten hin wirksam geblieben ist.

Veranstaltung der Arbeitsgruppe "Juden und Christen" auf dem Kirchentag 1961 (Foto: Deutsche Bundesarchiv, B145, Bild-P060361)

Der kirchliche Blick auf Israel Zur Entwicklung des christlich-jüdischen Dialogs in Deutschland

Nach der Gründung des Staates Israel und der Schoah musste die deutsche und europäische Christenheit ihr Verhältnis zum Judentum theologisch und politisch neu bewerten. Martin Stöhr beschreibt die wichtigsten Stationen in diesem bis heute nicht abgeschlossenen Prozess.