Abbildung: Pixabay, CC0

Eine Welt Editorial Ausgabe 1/2016

Große Ereignisse und große Themen bieten Gelegenheit, sich förmlich daran abzuarbeiten und daran zu wachsen. Doch es besteht auch Gefahr zu scheitern, „zu kurz zu springen“, das Wesentliche zu verfehlen. Mit der Reformationsdekade bereitet sich die Evangelische Kirche auf das symbolträchtige Jahr 2017 vor. „Reformation und die Eine Welt“ lautet dieses Jahr das Thema, das wir gerne aufnehmen. Wie aber lässt sich einem solchen Globalthema in einem Themenheft gerecht werden?

Foto: Jörg Winter, Karlsruhe

Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens Ein Diskussionsbeitrag aus der Evangelischen Landeskirche in Baden

„Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“ lautet der Titel eines Diskussionspapiers, das die Synode der Evangelischen Landeskirche in Baden als Ergebnis eines zweijährigen Konsultationsprozesses 2013 verabschiedet hat. „Krieg scheidet als Mittel der Politik aus und darf nach Gottes willen nicht sein!“, wird darin bekräftigt. „In der Konsequenz bedeutet dies, auf militärische Einsätze zu verzichten.“

Kurdische Peshmerga im Irak (Foto: U.S. Army by Sgt. Lisa Soy)

Was sind „Friedensoptionen“? Ein Zwischenruf zur aktuellen Pazifismusdebatte

„…dass von Deutschland Friedensoptionen ausgehen und nicht Waffenlieferungen“, wünscht sich Margot Käßmann. Das klingt gut. Denkt man jedoch genauer über den Halbsatz nach, kommt man ins Grübeln: Was genau sind die „Friedensoptionen“, die hier als Alternative zu Waffenlieferungen genannt werden. Und können nicht im Extremfall auch Waffenlieferungen zumindest indirekt Friedensoptionen eröffnen?

Ein Vorbild in Sachen Pazifismus Gedenkrede zum 100. Todestag Bertha von Suttners

Wer war diese Frau? Was kann sie uns heute bedeuten? Warum spricht eine Christin von einer Frau, die sich selbst als antiklerikal verstand? – Diesen Fragen geht Margot Käßmann in ihrer Gedenkrede nach, die sie im Rahmen des „Gothaer Friedensgesprächs“ zu Ehren Bertha von Suttner am 28. Juni 2014 in Gotha hielt.