Editorial: Deutschland und Israel Ausgabe 1/2015

am 27. Januar hat die „LĂŒgenpresse“ (Nazi-Jargon) an die fĂŒrchterliche RealitĂ€t, das Symbol (fĂŒr das, was der Mensch dem Menschen in abgrĂŒndigster Abscheulichkeit zufĂŒgen kann) und die Befreiung von Auschwitz (durch die Rote Armee) erinnert. Durch ausfĂŒhrliche Dokumentationen und Analysen. Und uns zum RĂŒckblick und zur Mittrauer eingeladen.

Offizielles Logo zum 50-jÀhrigen JubilÀum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel

Diplomatischer Balanceakt auf Dauer 50 Jahre israelisch-deutsche Beziehungen

Am 14. Mai 1948 rief der designierte MinisterprÀsident David Ben-Gurion den unabhÀngigen Staat Israel aus. Zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Bundesrepublik kam es erst siebzehn Jahre spÀter 1965. Sie verdankte sich v.a. individuellen Entscheidungen und dem politischen Pragmatismus der beteiligten StaatsmÀnner.

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Vom Recht, anders zu werden Erfahrungen eines Deutschen in Israel

Als Deutscher willkommen in Israel – nach allem, was in der Schoah passiert ist, kommt einem das wie ein Wunder vor. Es ist aber auch das Ergebnis eines nach und nach gewachsenen VertrauensverhĂ€ltnisses zwischen Israeli und Deutschen seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor fĂŒnfzig Jahren. Rainer Stuhlmann zeigt, wie erst unzĂ€hlige persönliche Kontakte diesen Beziehungen Leben eingehaucht haben.

Veranstaltung der Arbeitsgruppe "Juden und Christen" auf dem Kirchentag 1961 (Foto: Deutsche Bundesarchiv, B145, Bild-P060361)

Der kirchliche Blick auf Israel Zur Entwicklung des christlich-jĂŒdischen Dialogs in Deutschland

Nach der GrĂŒndung des Staates Israel und der Schoah musste die deutsche und europĂ€ische Christenheit ihr VerhĂ€ltnis zum Judentum theologisch und politisch neu bewerten. Martin Stöhr beschreibt die wichtigsten Stationen in diesem bis heute nicht abgeschlossenen Prozess.

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Arbeit in einem Minenfeld Deutsche Hilfsorganisationen sehen sich mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert

Alle Lösungsversuche sind bislang gescheitert: Der Konflikt zwischen Israel und den PalÀstinensern ist wie ein Stachel im Fleisch der Weltpolitik. Auch wer sich als Hilfsorganisation engagiert, begibt sich hier auf vermintes GelÀnde und ist schnell Zielscheibe heftigster Kritik. Zwischen den Konfliktparteien und ihren AnhÀngern scheint es nur ein Entweder-Oder zu geben. Differenzierte Zwischentöne sind selten.

Botschaft des Staates Israel in Berlin-Schmargendorf (Foto: Peter Kuley, Wikipedia)

Stichwort: Diplomatie Momentaufnahmen von der internationalen VerhandlungsbĂŒhne

Das Wort „Diplomatie“ steht fĂŒr eine geschickte, kluge und taktierende Regelung zwischenstaatlicher Beziehungen, die fĂŒr beide Parteien gewinnbringend ist. Von jeher paart sich dabei politisches KalkĂŒl mit VerhandlungsstĂ€rke. Die Akteure mĂŒssen mal behutsam, mal beherzt, aber immer mit Bedacht vorgehen. Ein Blick in Geschichte und Gegenwart.

Deutsche und israelische Teilnehmer des Schulprojekts

„The Germany Project“ meets „Seminarkurs Israel“ Zur Kooperation zwischen der Eynot Yarden High School, Kibbuz Amir, Oberes GalilĂ€a und dem Friedrich-Schiller-Gymnasium, Marbach am Neckar

In einem Seminarkurs der 11. Klasse beschĂ€ftigen sich SchĂŒler/innen am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach am Neckar ein ganzes Schuljahr lang mit dem Thema „Israel“. Teil des Kursprogramms ist die Begegnung mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern der demokratischen Schule Eynot Yarden im Ă€ußersten Norden Israels. Teilnehmerinnen und Projektverantwortliche berichten.