Goldader Kunst und Kirche im Digitalen Raum
Aus einer spontanen Idee entstand in der Netzgemeinde DA_ZWISCHEN ein geistlicher Übungsweg, der die gesamte Fastenzeit hindurch Menschen aus allen Teilen Deutschlands digital miteinander verbunden hat.
Aus einer spontanen Idee entstand in der Netzgemeinde DA_ZWISCHEN ein geistlicher Übungsweg, der die gesamte Fastenzeit hindurch Menschen aus allen Teilen Deutschlands digital miteinander verbunden hat.
„Theologische Ästhetik“ zeigt die Schönheit Gottes, lässt den Menschen wiedergeboren sein aus Wasser und Geist (Joh 3,5) und verleiht der geschundenen Kreatur die Hoffnung, heil zu werden an Seele und Leib, anstatt verloren ins Nichts zu stürzen.
Um Menschen kirchliche Räume wieder als mystische Räume mit einem Bezug zu ihrer Lebenswelt und ihrer Gottessicht entdecken zu lassen, bedarf es bei ihrer Ausstattung eines Brückenschlags in die Gegenwart. Moderne Kunstwerke können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Gemälde an kirchlichen Decken oder Bilder in Kirchenfenstern stecken oft voller theologischer Überlegungen. Entweder orientiert sich die Kunst an einem Evangelium. Oder sie folgt einer Auslegungstradition – wie exemplarisch in zwei saarländischen Kirchen zum Ausdruck kommt.
Ob zeitgenössische Künstler*innen ein gespanntes Verhältnis zur Kirche haben? Oder ist es eher umgekehrt, weil kirchliche Entscheidungsgremien die protestantische Kultur als eher „bilderfeindlich“ einstufen und Werke bevorzugen, die „konsensfähig“ sind?
Als ich kürzlich in eine bestimmte „Ecke“ meines Bücherregals sah, stieß ich auf Die Immendorff-Bibel, 2006 im Gütersloher Verlagshaus erschienen, mit einem Vorwort von dem Maler und Kunstprofessor Jörg Immendorff (1945–2007). Ich hatte sie sozusagen vergessen.
Ob methodischer Zweifel in der Wissenschaft oder existenzielles Fragen, das Zweifeln gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.
Seit der Säkularisierung im 18. Jahrhundert hat Kunst sich ihren eigenen Bereich geschaffen unabhängig von der Kirche und deren Bildersprache. Trotz dieser Ablösung und zum Teil auch Abkehr von der Religion gibt es nach wie vor Verbindungen zwischen modernen Künstlern und Theologie.