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Vertrauen Editorial Ausgabe 1/2019

Ohne Vertrauen geht nichts. Und zugleich ist es ein sehr fragiles Gut – in der Wirtschaft, der Politik, aber auch im persönlichen Zusammenleben. Kann man Russland trauen? Oder Trump? Dem neuen Geschäftspartner? Oder dem Ehemann? Wo ist „blindes Vertrauen“ am Platz und wo braucht es Absicherung? Ein Heft über das wachsende Bedürfnis nach Sicherheit und die Notwendigkeit, gerade in den zentralen Fragen des Lebens Vertrauen zu wagen.

Agnieszka Komorowska, Annika Nickenig (Hg.): Poetiken des Scheiterns Formen und Funktionen unökonomischen Erzählens

Es gehört zum Reiz von Literatur, Geschichten des Scheiterns erleben zu können, ohne selbst die Konsequenzen der krisenhaften Erfahrungen tragen zu müssen. Dies gilt umso mehr, wenn Szenarien des ökonomischen Scheiterns in den Blick kommen, bei denen die Hauptfiguren sich in einer modernen, kapitalistisch organisierten Gesellschaft als erfolgsunfähig erweisen.

Horst Dreier: Staat ohne Gott Religion in der säkularen Moderne

Dreier hält kein Plädoyer für eine Gesellschaft oder ein Individuum ohne Gott. Dem freiheitlichen, die unterschiedlichen Auffassungen seiner Bürger*innen achtenden Rechtsstaat ist es allerdings strikt verwehrt, sich glaubens- oder weltanschauungsmäßig festzulegen. Metaphysik kann keine Ressource sein, auf die dieser Staat zu seiner Selbstbegründung zurückgreift.